Gefahrenpotenzial kennen, Mitarbeitende informieren und Unfälle verhindern

In der Schweiz ereignen sich jährlich um die 9000 Berufsunfälle wegen Absturz. Sie haben durchschnittlich 280 Invaliditäts- und 22 Todesfälle zur Folge.

Nicht immer passieren Absturzunfälle durch einen falschen Tritt oder eine falsche Bewegung. Auch herunterfallende Äste, Baumteile oder abrutschende Lasten können Abstürze verursachen. Hauptsächlich passieren Unfälle bei:

  • Arbeiten auf Bäumen
  • Arbeiten auf der Leiter an Bäumen
  • Arbeiten im steilen Gelände

Laden Sie die drei nachfolgenden Factsheets herunter und lernen Sie, wie Sie Absturzunfälle in unterschiedlichen Situationen verhindern können.

Factsheet: Sicher arbeiten auf Bäumen

Factsheet: Arbeiten auf der Leiter an Bäumen

Factsheet: Seilsicherung im steilen Gelände

4.2.13 Sicherung gegen Absturz
An Arbeitsplätzen, an denen Absturzgefahr besteht und keine technischen Schutzmassnahmen wie ein Seitenschutz oder Auffangnetze möglich sind, haben sich arbeitende Personen mit einer Seilsicherung zu schützen.
Führt ein Versagen der Seilsicherung bei Arbeiten im steilen Gelände unweigerlich zum Absturz, beispielsweise beim Abseilen, handelt es sich um Arbeiten am hängenden Seil. Dafür sind gemäss Art.82 BauAV zwei Seile erforderlich.

5.5.1 Sicherung gegen Absturz
Beim Verlassen einer sicheren Standfläche haben sich Personen gegen Absturz zu sichern. Die Sicherung während des Auf- und Abstiegs am Baum kann mit einem Seil erfolgen. Es muss jederzeit die Möglichkeit einer zweiten Sicherung vorhanden sein, beispielsweise zum Übersteigen von Hindernissen.
Der Anschlagpunkt der Sicherung darf nicht überstiegen werden. Besteht die Gefahr der Seildurchtrennung oder die Gefahr eines Pendelsturzes, ist der Einsatz einer zweiten Sicherung erforderlich.
Beim Einsatz der Kettensäge muss mindestens ein Sicherungsseil einen Durchtrennschutz aufweisen.