Kollektivschutz vor Individualschutz

Als Kollektivschutz wird eine Form von Personen-Absturzsicherung bezeichnet, die im Gegensatz zum Anseilschutz (PSAgA) nicht individuell sichert, sondern allgemein. Der Kollektivschutz sichert grundsätzlich alle Personen, die sich in absturzgefährdeten Bereichen wie Absturzkanten auf Dächern oder Gebäuden aufhalten. Der Individualschutz hingegen sichert nur diejenige Person, welche die Ausrüstung trägt und diese regelkonform verwendet.

Unterstreichen Sie, dass der Kollektivschutz (Fassadengerüste, Seitenschutz, Dachdeckerschutzwände, Auffangnetze usw.) immer dem Individualschutz vorgezogen werden muss. Kollektive Schutzmassnahmen wirken jederzeit präventiv und schützen alle am Bau beteiligten Personen. Im Gegensatz dazu bietet das Arbeiten mit Individualschutz (Anseilschutz) keinen kompletten Schutz. Der Individualschutz kommt dort zum Einsatz, wo eine kollektive Schutzeinrichtung technisch nicht möglich ist.

Lebenswichtige Regeln für den HochbauBaustelle

Rechtliche Grundlage

Verordnung über die Unfallverhütung (VUV), Art. 5   
Bauarbeitenverordnung (BauAV), Art. 3, Abs. 2 und 3