194171685-840x310, 194171685.JPG, Velofahrer, dirtybiken, Wagnis,

Unfallversicherung: Tricks mit dem Bike – Wie gut bin ich versichert?

Esther Galliker,

Akrobatische Sprünge mit dem Velo gelten als absolutes Wagnis. Wer sich dabei verletzt, muss Abstriche bei Versicherungsleistungen in Kauf nehmen.

Die Suva stuft akrobatische Sprünge mit Bikes als absolutes Wagnis ein. Wer in der Luft Salti macht, sich um die eigene Achse dreht, die Hände vom Lenker oder die Füsse von den Pedalen nimmt, ist nicht voll versichert. 

Leistungskürzung bei riskanten Bike-Tricks

Verunfallen Sportlerinnen und Sportler bei solchen und ähnlich riskanten Tricks, kürzt die Suva die Geldleistungen um mindestens 50 Prozent – insbesondere Taggelder und Rentenleistungen. Damit richtet sie sich nach einer Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG, welcher verschiedene Unfallversicherer angehören. 
Der Gesetzgeber hat Kürzungen bei Wagnissen vorgesehen, damit die Prämienzahlenden nicht voll für sehr hohe Risiken oder bei unbegreiflich fehlerhaftem Verhalten der verunfallten Person zahlen müssen.

Weitere Informationen zu absoluten und relativen Wagnissen und der Versicherungsleistung finden sich auf unserer Webseite:  Gefährliche Sportarten – Wagnisse  .

Versicherungsschutz genau abklären

Will man trotz des erhöhten Unfallrisikos nicht auf anspruchsvolle Tricks mit dem Bike verzichten, empfiehlt die Suva, eine Ergänzungsdeckung innerhalb der UVG-Zusatzversicherung abzuschliessen. Für alle Biker ist es zudem sinnvoll, eine Privathaftpflicht für die Deckung von Drittschäden in Betracht zu ziehen.

Leistungskürzungen verhindern durch Prävention

Sie können auch selbst aktiv etwas dazu beitragen, dass keine Leistungen gekürzt werden, indem Sie Unfälle verhindern:
Die Suva empfiehlt eine professionelle Sportausrüstung, Technikkurse und besonders auch eine der persönlichen Fitness und dem Können angepasste Fahrweise

Weitere Information zum Thema Velo: www.suva.ch/velo  .