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10. Juni 2022 | Medienmitteilung

Erneut ausserordentlich tiefe Prämien für 2023

Die Suva weist für das Jahr 2021 ein positives Jahresergebnis von 331 Millionen Franken aus. Die Anlageperformance betrug 7,5 Prozent. Dank einer günstigen Risikoentwicklung und der Erstattung von überschüssigen Kapitalerträgen sind die Prämien 2023 erneut ausserordentlich tief.

Inhalt

Für das vergangene Geschäftsjahr weist die Suva mit 331 Millionen Franken ein positives Betriebser­gebnis aus. Alle Versicherungszweige sind finanziell im Gleichgewicht.

Gutes Anlageergebnis

Die Suva konnte für 2021 ein gutes Anlageergebnis erzielen. Die Anlageperformance erreichte 7,5 Prozent. Siehe dazu die Medienmittteilung vom 01.03.22 «Gutes Börsenjahr ermöglicht Anlageperfor­mance von 7,5 Prozent».

Erstattungen überschüssiger Anlageerträge von 20 Prozent auf Nettoprämien

Aufgrund der vom Suva-Rat festgelegten Obergrenze des Solvenzquotienten von 180 Prozent wurden überschüssige Anlageerträge ausgeschieden. Der Suva-Rat hat in der Folge beschlossen, davon 824 Millionen Franken zugunsten der Versicherten zu verwenden. In der Berufsunfallversicherung (BUV) und in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) entspricht das einer Erstattung von 20 Prozent der Nettoprämien für alle Versicherten. Über die Verwendung der restlichen ausgeschiedenen Überschüsse wird der Suva-Rat in den Folgejahren in Abhängigkeit der finanziellen Situation entscheiden.

Das Vermögen der Suva ist vollumfänglich zweckgebunden. Es deckt die Verpflichtungen der Suva für rund 80 000 laufende Renten sowie künftige Heilkosten und Taggelder und weitere Versicherungsleistungen aus bereits passierten Unfällen und Berufskrankheiten.

Registrierte Unfälle gestiegen – Anzahl neue Invalidenrenten rückläufig

Im Jahr 2021 registrierte die Suva insgesamt rund 450 000 Unfälle und Berufskrankheiten (Vorjahr: 430 000). Das sind mehr als im ersten Coronajahr 2020, aber immer noch deutlich weniger als im Jahr 2019 vor der Pandemie. Siehe Medienmitteilung vom 01.02.22 «Suva registriert wieder mehr Unfälle».

Die Anzahl der neuen Invalidenrenten ist mit 1092 Fällen (Vorjahr: 1141) weiterhin rückläufig. Aufgrund der geringeren Anzahl neuer Invalidenrenten konnten im Jahr 2021 Rückstellungen aufgelöst werden. Dies trägt wesentlich zum positiven Jahresergebnis 2021 bei.

Prämienentwicklung 2023

Dank der günstigen Risikoentwicklung und der Rückerstattung von Überschüssen aus den Vorjahren sinken die durchschnittlichen Nettoprämiensätze in der Berufsunfallversicherung massgeblich. In der Nichtberufsunfallversicherung sinken die durchschnittlichen Nettoprämiensätze aufgrund der günstigen Entwicklung des Risikos leicht. Je nach Schadenverlauf gibt es in den einzelnen Risikoklassen unterschiedliche Entwicklungen.

Mit der zusätzlichen Erstattung von überschüssigen Anlageerträgen im Umfang von 20 Prozent der Nettoprämien in der Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung für alle versicherten Betriebe der Suva wird die durchschnittliche Prämienbelastung sowohl in der BUV wie auch in der NBUV im Jahr 2023 erneut ausserordentlich tief sein.

Strategie «avance» auf Kurs

Die Strategie «avance» ist auf Kurs. Mit dem Ausbau der Digitalisierung im Schadenmanagement mit dem Programm «smartCare» hat die Suva einen Meilenstein erreicht. Das Jahr 2021 stand im Zeichen der Vorbereitung auf die Umstellung. Ab 2022 übernehmen Regelwerke neu die gesamte Fallsteuerung. Spezialistinnen und Spezialisten werden für komplexe Aufgaben oder für die persönliche Betreuung von Betrieben und Verunfallten eingesetzt.

Mit dem Projekt «Structuro» hat die Suva ihre Strukturen und Prozesse per Anfang 2022 den veränder­ten Anforderungen im Schadenmanagement und in der Kunden- und Partnerbetreuung angepasst. Zusätzlich zu den 18 bestehenden Agenturstandorten, die neu in sieben Regionen zusammengefasst werden, hat die Suva vier regionale Kompetenzzentren Schadenabwicklung geschaffen. Damit geht die Suva effizienter und effektiver auf die Kundenbedürfnisse ein und stärkt gleichzeitig die Kundenbetreuung.

Präventionsprogramm 2020+

Mit dem «Präventionsprogramm 2020+» wird die Präventionsarbeit nachhaltig auf den Zeithorizont 2020–2030 ausgerichtet. Die Suva wird weiterhin risiko- und wirkungsorientierte Präventionsarbeit leisten und die Betriebe auf dem Weg von der Regelkultur in die Präventionskultur unterstützen, in der die lebenswichtigen Regeln fester Bestandteil der täglichen Arbeit werden. Damit will die Suva gemeinsam mit den versicherten Betrieben zukünftig noch mehr Unfälle und Berufskrankheiten verhindern.

 

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Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorte und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4400 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie rund 130 000 Unternehmen mit zwei Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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