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31. Januar 2024 | Medienmitteilung

Schnell auf Ski, gemütlich auf dem Board

Die Suva hat mit Hilfe der App Slope Track rund 380 000 Pistenfahrten analysiert. Es zeigt sich: wer mit zwei Latten unterwegs war, fuhr tendenziell schneller und somit risikoreicher.

Inhalt

Nutzerinnen und Nutzer der App Slope Track der Suva haben zwischen 2019 und 2023 über 380 000 Pistenfahrten aufgezeichnet. Die Suva hat die Daten analysiert. Die mobile Applikation der Suva wird mehrheitlich von Männern über 45 Jahren aus der Deutschschweiz benutzt, die eher Ski als Snowboard fahren und sich selbst als gute oder hervorragende Fahrer bezeichnen.  

Boarderinnen und Boarder fuhren vorsichtiger

Was auffällt: Snowboarderinnen und Snowboarder waren im Vergleich zu den Kolleginnen und Kollegen auf zwei Latten vorsichtiger unterwegs. Bei vier von zehn aufgezeichneten Snowboard-Abfahrten blieb die Geschwindigkeit unterhalb von 50 km/h, nur bei jeder zehnten Abfahrt wurden Höchstgeschwindigkeiten von über 70 km/h gemessen. Dies im Kontrast zu den aufgezeichneten Fahrten der Skifahrerinnen und Skifahrer, die im Durschnitt schneller unterwegs waren. Die Abfahrten unter 50 km/h machten einen Viertel aus, während bei zwei von zehn Abfahrten 70 km/h überschritten wurden. 

  unter 50 km/h   über 70 km/h  
Skifahrer/-innen  24%  18% 
Snowboarder/-innen    40% 10% 

Tabelle: Anteil der gemessenen Höchstgeschwindigkeiten aller 380 000 aufgezeichneten Abfahrten.

Schnelle Abfahrten sind risikoreicher 

Samuli Aegerter, Verantwortlicher für die Präventionskampagne Schneesport bei der Suva, ordnet die Auswertungen ein: «In erster Linie sollen die Leute Freude haben auf den Skipisten. Sie müssen sich jedoch bewusst sein, dass hohe Geschwindigkeiten längere Bremswege, ein erhöhtes Risiko und somit eine grössere Verletzungsgefahr nach sich ziehen.»  

Die anonym gesammelten Daten mit Hilfe der App Slope Track eröffnen der Suva die Möglichkeit, ihre Kenntnisse über das Pistenverhalten der Wintersportler zu vertiefen und Prävention gezielter anzusetzen. Dazu Aegerter: «Dank diesen Daten kann die Suva ihr Präventionsangebot im Bereich Wintersport gezielt anpassen, damit die Wintersportlerinnen und Wintersportler möglichst verletzungsfrei ihrem Lieblingssport auf Skis und Snowboards nachgehen können.» 

App Slope Track 

Die App Slope Track ist eine multifunktionale App für Schneesportler/-innen, die dazu beitragen kann, die persönliche Fitness zu verbessern und effizientes Aufwärmen zu gewährleisten. Sie bietet nützliche Tipps, um das persönliche Verhalten auf der Piste anzupassen. Mit der Tracking-Funktion lassen sich zudem die eigenen Abfahrten mit denen von bekannten Spitzensportlern wie Loïc Meillard oder Wendy Holdener vergleichen. 

www.suva.ch/slopetrack

Medienkontakt

Simone Isermann
Mediensprecherin Schadenmanagement und Rehabilitation, Finanzen und Strategie

Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4500 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie rund 130 000 Unternehmen mit über zwei Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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