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Mehlstauballergie – beugen Sie vor

  • Mehlstaub kann Allergien der Atemwege verursachen.
  • Viele müssen wegen einer Mehlstauballergie ihren Beruf aufgeben.
  • Reduzieren Sie die Mehlstaubbelastungen am Arbeitsplatz.

Mehlstaubbelastung reduzieren

Ihr Verhalten ist entscheidend

Bei Bäckereien haben Tätigkeiten, die von Hand ausgeführt werden, einen wichtigen Einfluss auf die Mehlstaubbelastung, speziell auf die kritischen Spitzenbelastungen. Mit der richtigen Arbeitstechnik kann die Staubentwicklung stark reduziert werden. Sie können mit Ihrem Verhalten die Belastung durch Mehlstaub entscheidend positiv beeinflussen – auch gegenüber Ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen. 

Die richtige Arbeitstechnik anwenden

Gehen Sie überlegt mit Mehl und pulverförmigen Backzusätzen um. Vermeiden Sie insbesondere grosse Fallhöhen und das Aufwirbeln von Mehl. Staubarm arbeiten zahlt sich besonders aus beim:

  • Entleeren von Säcken
  • Zubereiten des Teigs
  • Aufarbeiten
  • Reinigen der Backstube

Hier   finden Sie Instruktionshilfen zu diesen Arbeitstechniken. Weniger Mehlstaub beim Arbeiten reduziert auch den Reinigungsaufwand und kommt der Hygiene zu Gute.

Weitere wirksame Massnahmen gegen Mehlstaub

Verwenden Sie Spezialmehle zum Stauben. Mit der richtigen Wahl können Sie das Risiko einer Mehlstauballergie reduzieren. Infos dazu und zu ganz staubfreien Arbeitsmethoden finden Sie hier  .

Auch die bauliche und technische Auslegung der Backstube und der Anlagen reduziert die Mehlstaubbelastung, insbesondere wenn Sie eine Mehlsiloanlage einsetzen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier  Weniger Mehlstaub mehr Lebensqualität.

Mehlstauballergie

Ursachen und Verlauf

Mehl und bestimmte Backzutaten/Backmittel enthalten Stoffe, die allergische Reaktionen auslösen können. Diese werden über die Atemwege aufgenommen. Die Symptome beginnen meistens mit schnupfenartigen Beschwerden oder Jucken und tränenden Augen. Bei entsprechender Veranlagung und anhaltendem Kontakt mit Mehl kann sich daraus schliesslich ein anfallartiges Auftreten von Atemnot (Bäckerasthma, Mehlasthma) entwickeln.

Es droht ein Berufsverbot

Hat sich die Allergie einmal etabliert, führen bereits sehr geringe Einwirkungen von Mehlstaub zu erheblichen gesundheitlichen Reaktionen. Für den Beruf hat dies gravierende Konsequenzen. Die Suva kann gefährdete Personen, die Kontakt mit Mehlstaub haben, durch eine Nichteignungs-Verfügung von bestimmten Arbeiten ausschliessen. Dies passiert wegen mehlstaubbedingten Atemwegsbeschwerden leider zu oft. Für die Betroffenen kommt dies meist einem Berufsverbot gleich.

Spitzenbelastungen sind besonders kritisch

Ob jemand allergische Reaktionen gegenüber Mehlstaub sowie weiteren sensibilisierenden Stoffen entwickelt, hängt wesentlich von der persönlichen Veranlagung und der Intensität der Einwirkung ab. Hohe Mehlstaubbelastungen, auch wenn sie nur kurzzeitig auftreten, steigern das Risiko für eine Allergie erheblich. Solche Spitzenbelastungen müssen deshalb möglichst vermieden werden.