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ASA-Richtlinie: Massnahmenplanung und Umsetzung

Es ist gut, wenn Sie die Gefahren in Ihrem Betrieb kennen. Dies hilft Ihnen, massgeschneiderte Schutzmassnahmen zu entwickeln. So besitzen Sie ein Instrument, um Unfallrisiken zu beseitigen oder zu reduzieren. Wir unterstützen Sie bei diesem Prozess.

Inhalt

Kurz und bündig

Als Arbeitgeber haben Sie die Verpflichtung, alle notwendigen und technisch umsetzbaren Massnahmen zur Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten zu treffen (Unfallversicherungsgesetz Art. 82

). Achten Sie dabei darauf,

  • das vorhandene Wissen über Gefahrenquellen im Betrieb zu nutzen,
  • die Massnahmen und deren Umsetzung in einem Plan verbindlich festzuschreiben,
  • die Einhaltung der Schutzmassnahmen regelmässig zu überprüfen.

Vom Wissen der Mitarbeitenden profitieren

Am besten beginnen Sie an der Basis. Ihre Mitarbeitenden sind die beste Quelle zur Ermittlung möglicher Gefahren. Täglich werden sie unmittelbar mit Situationen konfrontiert, die potenzielle Gefahren in sich bergen. Es ist deshalb sinnvoll, Ihre Belegschaft in die Gefahrenermittlung und Massnahmenplanung einzubeziehen. So können Sie auch sicher sein, dass sie Gefahren bewusster wahrnehmen, die Massnahmen akzeptieren und konsequenter einhalten. 

Massnahmen planen und umsetzen

Die Planung und Umsetzung von Schutzmassnahmen ist ein Prozess, der sich in Etappen vollzieht. Entscheidend ist, Daten, Fakten und vor allem das Wissen im eigenen Betrieb anzuzapfen. 

Betriebsinterne Quellen nutzen

Neben den Erkenntnissen, die Sie im Dialog mit Ihren Mitarbeitenden gewonnen haben, bieten folgende Quellen wertvolle Einsichten:

  • Führen Sie eine systematische Gefahrenanalyse nach Arbeitsbereichen, Prozessen und Berufsgruppen durch.
  • Verwerten Sie Fakten und Erkenntnisse aus betrieblichen Zwischenfällen und Ereignissen.
  • Nutzen Sie die Ergebnisse periodischer Sicherheitsaudits.

Systematisch vorgehen

Planen Sie die Zusammenstellung Ihrer Schutzmassnahmen systematisch und kontrollieren Sie deren Umsetzung. Dafür stehen Ihnen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung: 

  • Nutzen Sie unsere Checklisten und Hilfsmittel, um die passenden Massnahmen zu definieren. Beginnen Sie mit dem gefährlichsten Bereich Ihres Betriebs.
  • Achten Sie auf Sicherheitshinweise in Bedienungsanleitungen und Sicherheitsdatenblättern von Maschinen und Geräten. Häufig sind dort Massnahmen für den sicheren Betrieb aufgeführt.
  • Beziehen Sie erneut Ihre Mitarbeitenden mit ein und sprechen Sie mit ihnen über die getroffenen Massnahmen. Auf diese Weise erhalten diese eine erste Schulung.
  • Setzen Sie die festgelegten Schutzkonzepte systematisch um. Achten Sie darauf, die Massnahmen gegen die grössten Gefahren vorrangig zu behandeln.

Langfristig planen

Ihr individuelles Massnahmenpaket hilft Ihnen, bestimmte Gefahren zu beseitigen oder auf ein akzeptables Mass zu reduzieren. Stellen Sie vor allem sicher, dass die getroffenen Massnahmen langfristig wirksam bleiben.

  • Budgetieren Sie regelmässig die finanziellen Mittel, die für eine zügige Umsetzung der Schutzmassnahmen erforderlich sind.
  • Erstellen Sie einen Massnahmenplan, in dem die verantwortlichen Personen und die Umsetzungstermine aufgeführt sind. Am besten orientieren Sie sich dabei an den Anleitungen unserer Broschüre Gefahrenermittlung und Massnahmenplanung in Kleinbetrieben.
  • Überwachen Sie die Umsetzungstermine und greifen Sie wenn nötig korrigierend ein.

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