30 Jahre Suva und noch immer begeistert
Was braucht es, damit jemand einer Arbeitgeberin oder einem Arbeitgeber 30 Jahre lang treu bleibt? Diana Künzler absolvierte ihre Ausbildung bei der Suva – und ist geblieben. Seit drei Jahrzehnten. Langweilig wurde es ihr nie: Sie entwickelte sich stetig weiter, übernahm neue Rollen und erlebte, wie sich die Suva veränderte.
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«Es ist, als wäre es gestern gewesen», sagt Diana Künzler. Am 2. August 1995 steht sie ehrfürchtig vor dem Eingang des Suva-Gebäudes in St. Gallen und startet ihre Ausbildung zur Kauffrau. Schon zuvor hatte sie in verschiedene Unternehmen hineingeschnuppert – die Suva überzeugte sie sofort als Arbeitgeberin. Die Atmosphäre, die Menschen und das Gefühl, willkommen zu sein, machten die Entscheidung leicht.
Nach dem Lehrabschluss bleibt Diana der Suva treu und arbeitet zunächst in der Schadenabteilung. Ihr Weg führt sie weiter ins Kunden- und Partnermanagement, zur Weiterbildung als Sozialversicherungsfachfrau, zur Tätigkeit als Schadenspezialistin und schliesslich ins Case Management. Parallel dazu absolviert sie den CAS Koordinierte Versorgung im Gesundheitswesen. «Ich durfte mich immer weiterentwickeln – fachlich wie persönlich. Dafür bin ich der Suva sehr dankbar», so Diana. Genau diese Entwicklungsmöglichkeiten sind für sie einer der wichtigsten Gründe, warum sie auch nach 30 Jahren mit Begeisterung dabei ist.
Sinnvolle Arbeit mit Verantwortung
Als Case Managerin unterstützt Diana Versicherte bei der Wiedereingliederung nach Unfällen oder berufsbedingten Krankheiten. Dabei steht sie im engen Austausch mit Arbeitgebern, IV und weiteren Beteiligten. Die Lösungen sind individuell: Umschulungen, angepasste Tätigkeiten oder Teilzeitmodelle. «Hinter jedem Fall steht ein Schicksal, das mit der nötigen Professionalität, Fingerspitzengefühl und dem richtigen Augenmass beurteilt werden muss», erklärt Diana. Der direkte Kontakt mit den Menschen und das Wissen, konkret helfen zu können, machen ihren Job für sie so erfüllend.
«Meine Arbeit ist abwechslungsreich und fordert mich immer wieder neu.»
Diana Künzler
Die Arbeit im Case Management bringt auch Herausforderungen mit sich. Schwere Schicksale, komplexe Lebenssituationen und emotionale Momente gehören zum Alltag. «Das geht einem nahe. Deshalb ist es wichtig, sich bewusst abzugrenzen», sagt Diana. Eine Fähigkeit, die sie sich über die Jahre angeeignet hat und die sie heute sicher beherrscht. Doch genau diese anspruchsvolle Tätigkeit ist es auch, die sie so begeistert: «Meine Arbeit ist abwechslungsreich und fordert mich immer wieder neu.»
Über drei Jahrzehnte blieb Diana stets motiviert: «Das verdanke ich meiner positiven Einstellung zum Leben und meiner guten Work-Life-Balance.» Flexible Arbeitsmodelle, Teilzeit und modernes Arbeiten machen vieles möglich. Besonders schätzt sie, dass ihr die Suva ein elfwöchiges Sabbatical ermöglicht hat. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie mehrere Wochen in der Schweiz unterwegs, wanderte und reiste mit dem VW-Bus. «Dass mir meine Arbeitgeberin das ermöglicht hat, bedeutet mir sehr viel.»
Auch der Teamzusammenhalt spielte stets eine wichtige Rolle. Zwar habe sich dieser über die Jahre verändert – nicht zuletzt durch Corona und neue Arbeitsformen –, doch Kollegialität, gegenseitige Unterstützung und Teamtage seien geblieben.
Wandel als Konstante
In 30 Jahren hat Diana den tiefgreifenden Wandel der Suva miterlebt. Früher wurden Dossiers aus Schränken gezogen, Post kam physisch, alles wurde ausgedruckt. Heute ist der Arbeitsalltag weitgehend papierlos, digital und vernetzt. Auch Reorganisationen und neue Schnittstellen gehörten dazu. «Immer wieder kam es zu grossen, wenn auch sehr spannenden Veränderungen», sagt Diana. Offenheit für Neues sei entscheidend. Genau das rät sie auch neuen Mitarbeitenden: «Sich stetig weiterentwickeln und offen bleiben.»
«Ich bin stolz, schon so lange bei der Suva zu arbeiten.»
Diana Künzler
Stolz auf den Weg
Ihr 30-jähriges Jubiläum feierte Diana ruhig: eine Würdigung im Team, im Privaten anstossen. «Ich bin stolz, schon so lange bei der Suva zu arbeiten», sagt sie. Und auf die Frage, welcher Job sie bei der Suva am meisten fasziniert, antwortet sie schmunzelnd: «Meiner.»