Vom Lernenden zum Innovationsmanager
Navar Marquez ist überzeugt, dass das Schicksal ihn jetzt schon dreimal genau an den richtigen Ort getragen hat: Was mit einer KV-Lehre begann, führte über das Schadenmanagement bis in den Stab Innovation am Hauptsitz.
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Navar Marquez wusste früh, dass er kreativ arbeiten wollte – und dass der Weg dorthin nicht einfach würde. Für den Traumberuf Gestalter Werbetechnik fand er keine Lehrstelle. Eine Kollegin, die bei der Suva arbeitete, empfahl ihm das KV bei der Suva. «Ich hatte geglaubt, das KV sei sehr langweilig und repetitiv», erzählt Navar. Beim Schnuppern er lebte er aber das Gegenteil. Besonders blieb ihm ein Telefonat seiner Kollegin und späteren Nebenstiftin mit einem unzufriedenen Kunden in Erinnerung: «Am Ende war er zufrieden. Diese Wirkung wollte ich selbst erleben.» Da Menschliche faszinierte ihn – und wurde zum Antrieb für alles Weitere. So bewarb er sich für eine KV-Lehrstelle in der Agentur Zentralschweiz.
Ideen, die Türen öffnen
Die Lehre machte ihm viel Spass und die Mitarbeitenden in der Agentur und seine Mitlernenden wurden schnell zu seinen guten Freunden. Nach der Lehre wechselte Navar ins Kompetenz-Center Schaden – und reichte beim Innovationsmanagement eine Idee ein: Schadennummern sollten automatisch an die richtige Region weitergeleitet werden und nicht mehr manuell geprüft und zugeteilt werden. Diese Idee gewann das Ideenvoting 2024 – und der Preis war ein Tag an einem Wunsch-Arbeitsplatz. «Ich bin kompetitiv, ich wollte gewinnen – auch um zu sehen, wie ich es im nächsten Jahr wieder schaffen kann», sagt er schmunzelnd. Also wählte er den Stab Innovation am Hauptsitz für den Schnuppertag aus. Dort gefiel es ihm so gut, dass er sich kurze Zeit später auf eine freie Stelle bewarb. Seit Februar ist Navar nun Business-/Data-Analyst und Projektmitarbeiter im Ideenmanagement – jenem Bereich, der ihm die Tür zum Hauptsitz geöffnet hat, wie er sagt.
Wo Ideen Wirkung zeigen
Heute betreut Navar wöchentlich sechs bis zwanzig neue Ideen aus dem Schadenmanagement. «Gerade Kolleginnen und Kollegen mit Kundenkontakt bringen wertvolle Verbesserungshinweise. Wenn sich nämlich mehrere Kundinnen und Kunden über das Gleiche beschweren, zeigt das: Da stimmt etwas nicht.» Er prüft, leitet weiter und bezieht Expertinnen und Experten ein. «Ideenmanagement hilft der Kundschaft – und auch uns Mitarbeitenden. Es zeigt, dass wir die Möglichkeit haben, etwas zu verändern», erklärt er die Wichtigkeit des Ideenmanagements.
Vertraute Werte, neue Perspektiven
Trotz Jobwechsel und Studium hält Navar engen Kontakt zu den ehemaligen Mitlernenden in der Agentur. Die familiäre Atmosphäre bei der Suva, das kollegiale «Du» bis in die Führung – das sind genau die Gründe, warum er gerne zur Arbeit kommt. Auch der Wechsel an den Hauptsitz war prägend: «Früher verstand ich nicht, was dort alles passiert – jetzt sehe ich, wie Entscheidungen entstehen.» Der Austausch zwischen Hauptsitz und Agentur sei wichtig und er würde ihn allen empfehlen: «So kann etwa ein Tag im Kurzfristgeldleistungs-Team helfen, Veränderungen besser zu verstehen.»
Das Schicksal wird weitere Türen öffnen
Navar arbeitet 80 Prozent, den Freitag nutzt er für sein Studium in Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Kalaidos. Ein Studiengang, der perfekt zu seinem Berufsalltag passt. «Ich will nicht nur Theorien lernen, sondern verstehen, wie Menschen ticken – und das anwenden.» Langfristig zieht es ihn deshalb in die Führung: «Ich möchte noch mehr mit Menschen arbeiten – das Menschliche hat mich seit dem ersten Telefonat meiner Nebenstiftin fasziniert.» Wir dürfen also gespannt sein, welche weiteren Türen das Schicksal ihm in oder ausserhalb der Suva öffnen wird. «Es passieren Dinge, die passieren müssen – und ich mache immer etwas Positives draus.»
