Erster Suva-Medienpreis in der Deutschschweiz verliehen
Die Suva hat erstmals einen Medienpreis für Prävention und Rehabilitation in der Deutschschweiz vergeben. Die im Rahmen des «Medienpreis für Qualitätsjournalismus» verliehene Auszeichnung geht an die Filmemacherin Theresa Hofer für ihre zweiteilige SRF-Reportage «Plötzlich gelähmt».
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V. l. n. r.: Theresa Hofer und Guido Suter, Bild: Markus Forte Fotografie
Mit dem Medienpreis zeichnet die Suva herausragende journalistische Arbeiten aus, die sich mit der Prävention von Unfällen und Berufskrankheiten sowie mit Rehabilitation und Wiedereingliederung auseinandersetzen. Die Auszeichnung ist das deutschsprachige Pendant zum seit 1993 bestehenden «Prix Suva des Médias» in der Romandie. Gewinnerin des erstmals vergebenen Preises ist die Filmemacherin Theresa Hofer für ihre zweiteilige SRF-Reportage «Plötzlich gelähmt». Der Preis wurde am 28. Oktober in Zürich als Sonderpreis im Rahmen des «Medienpreis für Qualitätsjournalismus» verliehen.
Nah, bewegend und journalistisch sorgfältig
In ihrer Reportage begleitet Theresa Hofer über drei Jahre einen Mann, der nach einem folgeschweren Skiunfall querschnittgelähmt ist. Der Beitrag gibt einen sehr persönlichen, ungeschönten Einblick in verschiedene Stationen seiner Rehabilitation und zeigt seinen Weg zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen dem Wunsch aufzugeben und der Kraft weiterzumachen.
Besonders überzeugt hat die Jury, wie sorgfältig und sensibel Theresa Hofer diese bewegende Geschichte erzählt. Ihr gelingt dabei die anspruchsvolle Balance zwischen Nähe und journalistischer Distanz: Sie zeigt Verletzlichkeit, ohne sie auszustellen, und begegnet ihrem Protagonisten mit grossem Respekt, ohne in Sentimentalität oder Pathos zu verfallen. Die Reportage lässt auch existenzielle Fragen, Zweifel und Ambivalenzen zu, ohne einfache Antworten zu geben. So macht sie eindrücklich erfahrbar, wie tiefgreifend ein schwerer Unfall das Leben eines Menschen verändern kann – körperlich, psychisch und emotional.
Journalismus sensibilisiert
Prävention und Rehabilitation gehören neben dem Versicherungsgeschäft zu den zentralen Tätigkeitsfeldern der Suva. Mit verschiedenen Massnahmen macht sie auf Unfallgefahren aufmerksam und zeigt auf, wie sich Unfälle verhindern lassen. Auch der Journalismus leistet einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und Aufklärung: Gut erzählte Geschichten machen Risiken und Unfallfolgen greifbar, geben Betroffenen eine Stimme und vermitteln, was es bedeuten kann, das Leben nach einem schweren Unfall neu auszurichten. Mit dem Medienpreis möchte die Suva Medienschaffende darin bestärken, die Themen Prävention und Rehabilitation aufzugreifen und differenziert zu beleuchten.
Zum «Medienpreis für Qualitätsjournalismus»
Die unabhängige Auszeichnung würdigt seit 2002 herausragende journalistische Arbeiten aus Print, Radio, TV und Online im deutschsprachigen Raum und wird in verschiedenen Kategorien vergeben. Jährlich bewerben sich über 1000 Medienschaffende. Jurypräsident ist Franz Fischlin, langjähriger Moderator der SRF-Tagesschau. Der Jury gehören unter anderem die ehemalige Bundesrätin Simonetta Sommaruga sowie Martina Fehr, Direktorin des Medienausbildungszentrums MAZ und Präsidentin des Schweizer Presserats, an.
Gewinner-Reportage «Plötzlich gelähmt»
- Plötzlich gelähmt – Der harte Weg zurück ins Leben (Teil 1)
SRF Reporter, ausgestrahlt am 20. Mai 2026 -
Plötzlich gelähmt – Entscheidung über Leben und Tod (Teil 2)
SRF Reporter, ausgestrahlt am 27. Mai 2026
Weitere Informationen
Medienkontakt
Simone Isermann
Mediensprecherin Finanzen und Strategie, Schadenmanagement und Rehabilitation
Über die Suva
Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion über 4800 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie mehr als 140 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne Steuergelder und gibt finanzielle Überschüsse in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.