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8. September 2026 | Medienmitteilung

Nach schwerem Unfall: Fast 90 Prozent zurück im Beruf

Die Suva hat im letzten Jahr fast 480 000 Unfälle anerkannt. Dank erfolgreicher medizinischer Behandlung, professioneller Begleitung und einem unterstützenden Umfeld konnten 88 Prozent der Suva-Versicherten nach einem Unfall wieder ins Berufsleben zurückkehren.

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Ein kurzer Moment genügt: Ein Stolpern, ein Moment der Ablenkung oder ein unvorhersehbares Ereignis – und schon ist ein Unfall passiert. Der Weg zurück in den Alltag und ins Berufsleben kann lange und beschwerlich sein.

Studien zeigen, dass sich die Chancen auf eine Rückkehr an den Arbeitsplatz nach sechs Monaten Arbeitsunfähigkeit halbieren. Eine frühzeitige Wiedereingliederung ist deshalb wichtig. Die Suva unterstützt verunfallte Menschen von Beginn an auf ihrem Weg zurück in den Alltag und ins Berufsleben. 

Fast jeder zweite Unfall führt zu einem Arbeitsausfall

Im vergangenen Jahr anerkannte die Suva nahezu 480 000 Unfälle. Fast jeder zweite Unfall hatte eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen zur Folge. Die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit betrug 44 Tage. Rund 78 Prozent der Verunfallten konnten innert drei Monaten in den Berufsalltag zurückkehren. 29 000 Menschen (6 Prozent) verunfallten so schwer, dass sie drei Monate oder länger nicht arbeiten konnten. Besonders häufig waren Stolper- und Sturzunfälle mit Verletzungen an Knien, Schultern, Fussgelenken oder dem Rücken.

Frühzeitige und umfassende Unterstützung

Die Suva setzt sich mit verschiedenen Massnahmen dafür ein, dass verunfallte Menschen in den Alltag und ins Berufsleben zurückkehren können. Bei schweren Verletzungen, einem längeren Arbeitsausfall und einer ungewissen beruflichen Zukunft wird das Case Management der Suva aktiv: Die Case Manager koordinieren während des gesamten Heilungsverlaufs die medizinische Behandlung, die notwendigen Schritte für die Rückkehr an den Arbeitsplatz sowie die Zusammenarbeit mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten, Arbeitgebenden und anderen Sozialversicherungen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 2400 Personen durch das Case Management betreut. Einen wichtigen Beitrag leisten zudem die Suva-Kliniken in Bellikon und Sion, die auf die Rehabilitation nach schweren Unfällen und berufliche Wiedereingliederung spezialisiert sind.

Die Rückkehr ins Berufsleben gelang in der überwiegenden Mehrheit der Fälle: 88 Prozent der Suva-Versicherten konnten nach einem schweren Unfall ins Berufsleben zurückkehren. Die Wiedereingliederungsrate bleibt seit Jahren konstant hoch.

Zurück am Arbeitsplatz – ein Gewinn für alle

«Neben der Präventionsarbeit und dem Versicherungsgeschäft ist die Wiedereingliederung von verunfallten Menschen in den Arbeitsprozess ein zentrales Anliegen der Suva», sagt Barbara Ingold, Leiterin Schadenabwicklung bei der Suva. «Eine erfolgreiche Wiedereingliederung ist ein Gewinn für alle: Die Betroffenen erhalten Lebensqualität und finanzielle Sicherheit zurück, Unternehmen behalten ihre Mitarbeitenden und tiefere Taggeld- und Rentenkosten entlasten das Prämiensystem – davon profitieren letztlich alle Versicherten.»

Als erfolgreich wiedereingegliedert gelten Personen, die an ihren bisherigen oder einen neuen Arbeitsplatz zurückkehren und keine oder nur eine kleine Invalidenrente unter 20 Prozent benötigen. 

Das persönliche Umfeld fördert den Heilungsprozess

Neben einer erfolgreichen medizinischen Behandlung und einer professionellen Begleitung ist auch die Unterstützung durch die Familie, Freunde sowie Arbeitgebende und Arbeitskolleginnen und -kollegen entscheidend für den Heilungsprozess. Anrufe, Besuche, Verständnis im Arbeitsalltag und positive Gespräche geben den Betroffenen Kraft und Zuversicht und helfen ihnen durch die schwierige Zeit. 

Wie wichtig diese Unterstützung nach einem schweren Unfall ist, weiss der ehemalige Profisportler und Bobfahrer Sandro Michel aus eigener Erfahrung. Nach einem Trainingssturz im Eiskanal im Februar 2024 hing sein Leben an einem seidenen Faden. Mehrere Notoperationen retteten ihm das Leben, danach folgte ein langer Weg zurück in den privaten und beruflichen Alltag. Während dieser schweren Zeit konnte er stets auf seine Familie, Freunde, seinen Arbeitgeber und die Suva zählen. «Für die Unterstützung meines gesamten Umfelds bin ich unglaublich dankbar. Ohne all diese Menschen wäre ich heute nicht dort, wo ich bin», ist Sandro überzeugt. 

«Da sein hilft. Egal wie».

Die Geschichte von Sandro Michel ist Teil der aktuellen Wiedereingliederungskampagne der Suva «Da sein hilft. Egal wie.». Sie zeigt, wie Angehörige, Arbeitgebende und Arbeitskolleginnen und -kollegen verunfallte Menschen auf ihrem Weg zurück in den Alltag und ins Berufsleben unterstützen können. Die Kampagne läuft bis Ende September im TV, in Print- und Online-Medien und auf Social Media: www.suva.ch/helfen.

Medienkontakt

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Simone Isermann
Mediensprecherin Finanzen und Strategie, Schadenmanagement und Rehabilitation

Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion über 4800 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie mehr als 140 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne Steuergelder und gibt finanzielle Überschüsse in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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