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19. Mai 2026 | Medienmitteilung

680 000 Ausfalltage: Was Fussball Schweizer Betriebe kostet

Während die Weltbesten bald an der Fussball-WM um den Titel kämpfen, locken auch Grümpel- und Firmenturniere auf die Plätze: Mit der Begeisterung steigt das Risiko – jährlich verzeichnen Schweizer Unfallversicherer rund 40 000 Fussballunfälle. Wer präventiv handelt, kann das Risiko deutlich senken.

Inhalt

Fussball gehört zu den unfallträchtigsten Freizeitsportarten der Schweiz und die Unfälle werden folgenreicher: Die 40 000 jährlichen Unfälle verursachen rund 680 000 betriebliche Ausfalltage; die Unfallversicherer bezahlen dafür knapp 200 Millionen Franken pro Jahr. Ein Fussballunfall hat heute im Schnitt 15 Ausfalltage zur Folge, vor zehn Jahren waren es noch 12. Pro Ausfalltag entstehen Kosten von rund 600 bis 1000 Franken, sodass ein durchschnittlicher Fussballunfall insgesamt Kosten von rund 9000 bis 15 000 Franken verursacht. Diese Kosten umfassen sowohl direkte Kosten wie Heilkosten, Taggeld und Rentenleistungen der Versicherung als auch indirekte Kosten für den Betrieb, etwa durch Zeitverlust, organisatorischen Mehraufwand und Zusatzkosten.

Prävention lohnt sich – auch für Unternehmen

Dabei wären viele Unfälle vermeidbar: Fehlendes Aufwärmen, ungeeignetes Schuhwerk und fehlende Schienbeinschoner erhöhen das Risiko unnötig. Ein Drittel aller Fussballverletzungen geht ausserdem auf Fouls zurück. Fairplay ist deshalb mehr als eine sportliche Tugend und nicht nur ein Thema für Spielende, sondern auch für Arbeitgeber. Wer fair spielt, schützt sich und andere. Wo gezielt Präventionsmassnahmen umgesetzt werden, sinkt das Risiko weiter. Das Ziel ist nicht weniger Fussball, sondern sicherer Fussball. 

Unterstützung für sichere Grümpelturniere

Obwohl die Unfallwahrscheinlichkeit an Grümpelturnieren fünfmal tiefer ist als im organisierten Vereinsfussball, lohnt sich Prävention erst recht, denn hier treffen unterschiedlich fitte Spielerinnen und Spieler aufeinander. Veranstalterinnen und Veranstalter von Grümpel- und Firmenturnieren können Unterstützung der Suva in Anspruch nehmen. Das Paket umfasst: 

  • Schutzausrüstung wie Schienbeinschoner und Stutzen 
  • Fairplay-Banden und Plakate sowie Audiospots mit Präventionsbotschaften 
  • Ausgebildete Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter (in Zusammenarbeit mit den Regionalverbänden) 
  • Einen finanziellen Beitrag von bis zu 2 000 Franken ans Turnierbudget, bei Firmenturnieren sogar CHF 2 500 

Voraussetzung ist die Einhaltung grundlegender Teilnahmebedingungen. Erfahrungen zeigen: Wo solche Massnahmen konsequent umgesetzt werden, sinkt das Unfallrisiko deutlich. 

Weitere Informationen und Anmeldung für Turnierunterstützung: 

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Caspar van de Ven
Mediensprecher Arbeitssicherheit und Freizeitsicherheit

Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion über 4800 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie mehr als 140 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne Steuergelder und gibt finanzielle Überschüsse in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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