Unfaelle zu Hause
25. August 2026 | Medienmitteilung

Jeden Tag ereignen sich über 500 Unfälle zu Hause

Ob beim Heimwerken, im Garten oder im Haushalt: Durchschnittlich verunfallen jedes Jahr rund 190 000 Personen* in Haus und Garten – das sind mehr als 500 Unfälle pro Tag. Die Folgen sind gravierend: Jährlich gehen dadurch durchschnittlich fast 3 Millionen Arbeitstage verloren. Viele dieser Unfälle liessen sich verhindern. 

Inhalt

Freizeitunfälle werden oft mit Fussball, Skifahren oder Mountainbiken verbunden. Tatsächlich gehört das Zuhause zu den häufigsten Unfallorten. 2024 registrierten die Schweizer Unfallversicherungen rund 194 000 Unfälle in Haus und Garten – der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Auch die Kosten steigen: 2024 lagen sie rund 30 Prozent höher als noch 2015. Durchschnittlich verursachen Unfälle in Haus und Garten inzwischen Kosten von rund 830 Millionen Franken pro Jahr**. 

Die meisten Unfälle passieren bei alltäglichen Tätigkeiten 

Viele denken bei Unfällen zu Hause zuerst an Motorsägen oder Kreissägen. Tatsächlich passieren die meisten Unfälle bei ganz alltäglichen Tätigkeiten. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt: Man übersieht eine Stufe, schneidet sich beim Kochen in den Finger oder schlägt sich den Zeh am Tischbein an. 

Besonders häufig sind Stolper-, Ausrutsch- und Sturzunfälle. Aber auch beim Heimwerken und bei Gartenarbeiten kommt es regelmässig zu Verletzungen – etwa durch Späne oder Splitter im Auge, scharfe Werkzeuge oder rotierende Maschinen. 

Nachlässigkeit erhöht das Unfallrisiko

Am Arbeitsplatz sind Schutzbrille, Handschuhe oder eine geprüfte Leiter selbstverständlich. Zu Hause verzichten viele jedoch auch bei alltäglichen Tätigkeiten häufig auf einfache Sicherheitsmassnahmen – schliesslich dauert es ja nur einen Moment. Gerade diese Nachlässigkeit erhöht das Unfallrisiko. Die Suva empfiehlt deshalb: 

  • Stolperfallen beseitigen und nasse Böden sofort trocknen.  
  • Beim Kochen und Schneiden konzentriert arbeiten.  
  • Für Arbeiten auf Leitern oder im Garten rutschfestes Schuhwerk tragen.  
  • Bei Heimwerkerarbeiten geeignete Schutzausrüstung verwenden. 

Sicherheit hört an der Haustüre nicht auf 

Diese einfachen Massnahmen lassen sich ohne grossen Aufwand umsetzen – und verhindern viele der häufigsten Unfälle. Gemeinsam mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) stellt die Suva auf machs-richtig.ch  praktische Informationen zur richtigen Schutzausrüstung und zum sicheren Einsatz von Hilfsmitteln für verschiedene Arbeiten in Haus und Garten zur Verfügung. Ein kurzer Blick vor der nächsten Arbeit kann Verletzungen verhindern. 

*Die ausgewiesenen Unfallzahlen stammen aus der UVG-Statistik und beziehen sich auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nach UVG versichert sind.  

** Die in dieser Mitteilung verwendeten Zahlen umfassen sämtliche Unfälle, die sich zu Hause oder im Garten ereignen. Die auf machs-richtig.ch ausgewiesenen Zahlen beziehen sich hingegen auf Unfälle bei Heimwerker- und Gartenarbeiten. Die unterschiedlichen Zahlen beruhen daher auf verschiedenen Betrachtungswinkeln.
 

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Caspar van de Ven
Mediensprecher Arbeitssicherheit und Freizeitsicherheit

Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion über 4800 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie mehr als 140 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne Steuergelder und gibt finanzielle Überschüsse in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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