Die freundliche Lieferfrau fährt einen Elektroroller im öffentlichen Park.
7. Dezember 2023 | Medienmitteilung

Steiler Anstieg von E-Trottinett-Unfällen

E-Trottinetts sind praktisch, aber auch gefährlich. Das zeigt die neuste Statistik der Schweizer Unfallversicherer. Die Unfallzahlen haben sich in kurzer Zeit verzwanzigfacht.

Inhalt

      Sie sind praktisch, einfach zu transportieren, günstig im Unterhalt und können in grösseren Schweizer Städten gemietet werden. E-Trottinetts haben viele Vorteile und sind darum bei unterschiedlichen Altersgruppen äusserst beliebt.

      Jährlicher Anstieg der Unfallzahlen

      Auf der anderen Seite lassen sie die Unfallzahlen ansteigen. Gemäss den aktuellen Zahlen der Schweizer Unfallversicherer passierten im Jahr 2021 rund 2300 Unfälle mit E-Trottinetts. «2018 haben wir rund 100 Unfälle registriert. Seitdem zeigt die Unfallkurve steil nach oben», erklärt Suva-Statistiker Alois Fässler und fügt an: «Wir gehen davon aus, dass die Zahlen weiter ansteigen und wir im aktuellen Jahr mit rund 3500 E-Trottinett-Unfällen rechnen müssen.»

      Das aktuelle Wetter begünstigt Unfälle

      Nasse und verschmutzte Fahrbahnen, wie man sie aktuell oft antrifft, begünstigen Selbstunfälle. «Auf einem E-Trottinett ist man generell eher instabil unterwegs. Aufgrund der kleinen Räder, des hohen Tempos und der starken Kurvenneigungsmöglichkeit ist vorsichtiges und vorausschauendes Fahren sehr wichtig – erst recht in Kombination mit den aktuellen Wetterverhältnissen», erklärt Präventionsexpertin Andrea Lenz.

      5 Tipps für eine sichere Fahrt auf dem E-Trottinett

      • Nie zu zweit: E-Trottinetts sind keine Gruppengefährte und nur für den Transport von einer Person konzipiert.
      • Fahre vorausschauend und rücksichtsvoll: Auf dem E-Trottinett soll man seine Fahrweise dem Terrain und seinem Fahrkönnen anpassen und Rücksicht nehmen auf andere Verkehrsteilnehmende.
      • Helm auf: Wenn zwei Räder zur Fortbewegung genutzt werden, sollte ein Helm getragen werden.
      • Keine Kopfhörer: Diese lenken ab und erschweren es, andere Verkehrsteilnehmende rechtzeitig zu bemerken.
      • Mach dich sichtbar: Licht ist Pflicht, auch tagsüber. Zudem empfehlen wir Reflektoren am E-Trottinett und eine Leuchtweste.

      Medienkontakt

      Adrian Vonlanthen
      Mediensprecher Arbeitssicherheit und Freizeitsicherheit

      Über die Suva

      Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion knapp 4700 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie über 135 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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