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6. Februar 2026 | Medienmitteilung

Skiunfälle verursachen  jedes Jahr über 800 000 Absenztage

Aktuell sind viele Menschen in der Schweiz auf den Skipisten unterwegs. Rund 35 000 Schneesportunfälle (Ski und Snowboard) verursachen jedes Jahr einen Ausfall an Arbeitszeit im Umfang von rund 3300 Arbeitsjahren. Ski- und Snowboardunfälle sind keine Randerscheinung und ihre Folgen dauern heute länger als früher.

Inhalt

Ski- und Snowboardfahren zählt zu den beliebtesten Wintersportarten in der Schweiz. Gleichzeitig zeigen die Zahlen der Schweizer Unfallversicherungen, dass die Auswirkungen von Schneesportunfällen erheblich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Unternehmen und Arbeitsteams, die die Ausfälle von knapp 827 000 Arbeitstagen auffangen müssen.  

Ausfalltage nach Altersgruppen pro Jahr

  • 15–24 Jahre: rund 4700 Unfälle, ca. 108 700 entschädigte Arbeitstage 
  • 25–34 Jahre: rund 7600 Unfälle, ca. 171 900 entschädigte Arbeitstage 
  • 35–44 Jahre: rund 7600 Unfälle, ca. 163 100 entschädigte Arbeitstage 
  • 45–54 Jahre: rund 9200 Unfälle, ca. 228 100 entschädigte Arbeitstage 
  • 55–64 Jahre: rund 5300 Unfälle, ca. 147 700 entschädigte Arbeitstage 
  • 65+ Jahre: rund 360 Unfälle, ca. 7100 entschädigte Arbeitstage 

Schneesportunfälle betreffen damit alle Altersgruppen. Die höchste Anzahl an Ausfalltagen entstehen bei den 45- bis 54-Jährigen. Zudem zeigt sich ein deutlicher Altersunterschied bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit:  Während Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren nach einem Schneesportunfall im Durchschnitt rund 21 entschädigte Ausfalltage pro Fall verzeichnen, beläuft sich dieser Wert bei den 55- bis 64-Jährigen auf rund 27 Tage. 

Mehr Ausfalltage trotz stabiler Unfallzahlen

Ein Blick auf die Entwicklung der letzten 15 Jahre zeigt: Die Zahl der Wintersportunfälle ist seit Mitte der 2000er-Jahre nur leicht gestiegen (+6 %). Die entschädigten Arbeitstage haben im gleichen Zeitraum jedoch überproportional zugenommen (+16 %). Mit anderen Worten: Menschen fallen heute nach Skiunfällen deutlich länger aus als früher. Das liegt hauptsächlich an der demografischen Entwicklung: Unter den Verunfallten hat der Anteil der über 44-Jährigen in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen.  

Unfälle vermeiden, Ausfälle verkürzen

Viele Unfälle lassen sich verhindern. Die Suva empfiehlt Schneesportlerinnen und Schneesportlern: 

  • gut gewartete Ausrüstung und korrekt eingestellte Bindungen zu verwenden 
  • die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen 
  • richtig aufwärmen vor dem Start 
  • das Tempo der Situation und dem eigenen Können anzupassen 
  • regelmässig Pausen einzulegen 
  • mit klarem Kopf Ski- und Snowboard fahren, mit den Gedanken auf der Piste bleiben 

Wer bewusst und rücksichtsvoll unterwegs ist, reduziert das Unfallrisiko und trägt dazu bei, Ausfälle im Arbeitsalltag zu vermeiden.  

Medienkontakt

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Caspar van de Ven
Mediensprecher Arbeitssicherheit und Freizeitsicherheit

Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion über 4700 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie mehr als 138 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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