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4. Juli 2023 | Medienmitteilung

Militärversicherung: Umfassende Betreuung nach schwerem Unfall oder Krankheit

Die von der Suva geführte Militärversicherung hat ihr Jahresergebnis 2022 publiziert. Dienstleistende, die einen schweren Unfall oder Krankheit hatten, werden bei der sozialen und beruflichen Eingliederung umfassend betreut. Seit 2008 hat die Militärversicherung 72 Mio. Franken für die Eingliederung von Betroffenen aufgewendet.

Inhalt

      Die Suva führt die Militärversicherung im Auftrag des Bundes seit 2005 als eigenständige Sozialversicherung. Bei der Militärversicherung sind alle versichert, die Militär-, Zivilschutz- und Zivildienst leisten oder Einsätze des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) und friedenserhaltende Aktionen des Bundes absolvieren. Weiter gehören beruflich Versicherte zum Versichertenbestand (Berufsmilitärs, Zeitmilitär und Zivilschutzinstruktoren des Bundes). Alle bei der Militärversicherung versicherten Personen sind sowohl gegen Krankheiten als auch gegen Unfälle versichert.

      Geschäftsergebnis 2022

      Im vergangenen Jahr wurden der Militärversicherung 40 812 neue Fälle gemeldet (2021: 40 406 Fälle, +1 Prozent), davon 31 305 Krankheiten und 9507 Unfälle. Insgesamt wurden 166 Mio. Franken Versicherungsleistungen ausbezahlt, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 2,4 Prozent entspricht (2021: 170 Mio. Franken). Knapp 44 Prozent der Kosten wurden für Rentenleistungen aufgewendet, die Behandlungskosten machten 43 Prozent und die Taggelder 13 Prozent aus. Dabei stiegen die Behandlungskosten um 2,3 Prozent auf 72,7 Mio. Franken, während die Taggeldkosten um 12,4 Prozent auf 22 Mio. Franken gesunken sind. Ebenfalls abgenommen haben die Rentenleistungen, um 3,3 Prozent auf 71,4 Mio. Franken. Die Verwaltungskosen sind um 2,6 Prozent auf 19,6 Mio. Franken leicht gestiegen.

      Unterstützung bei der Eingliederung nach schwerem Unfall oder Krankheit

      Die Militärversicherung hat für die soziale und berufliche Eingliederung ihrer schwer verunfallten oder erkrankten Versicherten einen gesetzlichen Leistungsauftrag. «Durch die Früherkennung eines potenziellen Rentenfalles aufgrund einer teilweisen oder vollen Invalidität, können wir zeitnah eine erfolgreiche Eingliederung in die Wege leiten», erklärt Martin Rüfenacht, Leiter der Militärversicherung. «Die betroffenen Personen werden durch Verdienstausfallentschädigungen und Massnahmen wie Berufsberatung, Umschulung, Weiterbildung oder Kapitalhilfe für Selbständigerwerbende umfassend unterstützt».

      Im Verlauf der letzten 15 Jahre (seit 2008) hat die Militärversicherung insgesamt rund 72 Mio. Franken für berufliche und soziale Eingliederungsmassnahmen aufgewendet. Davon macht der grösste Teil mit knapp 90 Prozent die Entschädigung von Verdienstausfällen während Ausbildungs- und Umschulungsmassnahmen aus. Zwischen 2008 und 2022 erhielten im Schnitt rund 160 Versicherte pro Jahr Eingliederungsleistungen. Die durchschnittliche Dauer des Leistungsbezuges beträgt rund drei Jahre.

      Alle Zahlen, Fakten und Grafiken zum Versicherungsjahr 2022 sind in der Statistik 2023 ersichtlich. 

      Die Militärversicherung

      Die Suva führt die Militärversicherung (MV) seit dem Jahr 2005 im Auftrag des Bundes. Versichert sind Personen, die im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten Einsätze leisten. Dies sind Militär-, Zivilschutz- und Zivildienstleistende, Teilnehmer an friedenserhaltenden Aktionen des Bundes, Angehörige des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe [SKH] sowie die Berufs- und Zeitmilitärs. Gegenstand der MV sind Krankheiten und Unfälle. Versichert sind alle körperlichen, geistigen und psychischen Schädigungen, die während der Dienste und Einsätze auftreten oder auf den Dienst zurückzuführen sind. Die MV wird durch den Bund, über Prämien (aktive und pensionierte Berufsmilitärs und Zeitmilitärs) sowie Regresseinnahmen finanziert.

      Weitere Informationen zur Militärversicherung

      Die Militärversicherungsstatistik

      Die Militärversicherung (MV) ist ein eigenständiger Zweig des schweizerischen Sozialversicherungssystems. Deshalb sind ihre Ergebnisse von öffentlichem Interesse und werden jährlich publiziert. Die «Statistik der Militärversicherung» liefert umfassende Zahlen zum Versicherungsbestand, zu den Schadenfällen und zu den Leistungen der MV. Die Statistik ist auf Deutsch und Französisch erhältlich und kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

      Medienkontakt

      Simone Isermann
      Mediensprecherin Finanzen und Strategie, Schadenmanagement und Rehabilitation

      Über die Suva

      Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4500 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie rund 130 000 Unternehmen mit über zwei Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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