Langlauf: Trendsport mit Schattenseiten _I6A5755.jpeg
14. Dezember 2023 | Medienmitteilung

Trendsport mit Schattenseiten – Langlaufunfälle steigen

Langlaufen ist im Trend. Immer mehr Menschen bewegen sich auf Loipen. Das zeigt sich auch in den Unfallzahlen, die sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben. Aufwärmen und Langlaufunterricht reduzieren die Verletzungswahrscheinlichkeit.

Inhalt

Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre hat die Zahl der Unfälle im Langlaufsport zugenommen: Zwischen 2011 und 2013 verzeichneten die Unfallversicherer noch durchschnittlich 1100 Unfälle beim Langlaufen gegenüber nahezu 2200 zwischen 2019 und 2021. Dies entspricht einer Verdoppelung innerhalb von zehn Jahren. Dieser Anstieg könnte auf die wachsende Beliebtheit des Langlaufsports und die damit verbundene grössere Anzahl Läuferinnen und Läufer zurückzuführen sein.

Die Bedeutung des Aufwärmens

Samuli Aegerter, Verantwortlicher für Präventionskampagnen im Bereich Schneesport bei der Suva, freut sich über die zunehmende Beliebtheit des Langlaufsports in den vergangenen Jahren. Er weist aber auch auf die grosse Bedeutung des Aufwärmens hin: «Es ist wichtig, Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder aufzuwärmen, da sie dadurch elastischer werden. Zudem gelangen die Signale schneller vom Gehirn zu den Muskeln. Die Bewegungen lassen sich so besser kontrollieren. Das Aufwärmen verbessert die Leistungsfähigkeit des Körpers und beugt Verletzungen vor.» 

Empfehlungen für Einsteigerinnen und Einsteiger

«Nicht nur Aufwärmen ist wichtig, sondern auch eine sorgfältige Auswahl der Loipen, die der persönlichen Fitness und den eigenen Fähigkeiten angepasst ist. Empfehlenswert ist zudem, sich in einem Spezialgeschäft für die Anschaffung einer angemessenen Ausrüstung beraten zu lassen,» erklärt Aegerter. Ein paar Lektionen in einer Langlaufschule erleichtern Einsteigerinnen und Einsteiger die ersten Versuche. Swiss Snowsports schliesst sich diesen Empfehlungen an. Monica Altherr ist verantwortlich für die nordischen Disziplinen. «Die korrekte Haltung auf den Skiern ist beim Langlaufen von grosser Bedeutung. Am besten verlässt man sich dabei auf die Empfehlungen von Fachpersonen. In den Langlaufskischulen erlernen Einsteigerinnen und Einsteiger von Beginn an die Grundlagen, um sich sicher auf den schmalen Latten zu bewegen. Die Instruktorinnen und Instruktoren sind bestrebt, Bewegungsabläufe zu vermitteln, die dem Alter und den Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler angepasst sind, und bringen ihnen zudem nützliche Sturz- und Bremstechniken bei.»

Tipps für mehr Sicherheit beim Langlaufen:

Richtige Ausrüstung:

  • Gute Schuhe und funktionelle Bekleidung.  
  • Auf reflektierenden Flächen, wie beispielsweise auf Schnee, kann sich die UV-Strahlung verdoppeln. Schützen Sie Ihr Gesicht mit Sonnencreme.

Verletzungen vorzubeugen:

  • Das Aufwärmen steigert die Leistungsfähigkeit und beugt Verletzungen vor.
  • Aufwärmübungen für den Wintersport auf suva.ch.
  • Eine Loipenwahl, die den körperlichen Fähigkeiten und der Fitness angepasst ist. 
  • Vorsicht: Bei vereistem Schnee kann das Abbremsen zu einer echten Herausforderung werden.
  • Genügend Flüssigkeitszufuhr und sich ausreichend mit Energie versorgen.
  • Eigenverantwortung übernehmen: Sich der Tagesform anpassen und nicht überfordern.

Weitere Infos:

www.langlauf.ch
www.langlaufschulen.ch
www.swiss-ski-school.ch

Medienkontakt

Adrian Vonlanthen
Mediensprecher Arbeitssicherheit und Freizeitsicherheit

Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion rund 4500 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie rund 130 000 Unternehmen mit über zwei Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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