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Welche Kriterien sind bei der Wahl eines Kopfschutzes wichtig?

Dass ein Helm in vielen Fällen zuverlässig vor Kopfverletzungen schützt, ist unbestritten. Doch den einen, universellen Kopfschutz gibt es nicht. Deshalb ist die richtige Wahl entscheidend. Auf dieser Seite erläutern wir, worauf Sie achten sollten, damit der Helm im Notfall so schützt, wie er schützen soll.

Inhalt

Kurz und bündig

Es ist wie im Sport: Eine Skaterin trägt einen anderen Helm als ein Eishockeygoalie. Und deshalb kommen auch in den Handwerksberufen und in der Industrie unterschiedliche Helme zum Einsatz. Die richtige Wahl wird bestimmt durch die Art der Tätigkeit und das Risikoprofil.

Wenn Sie Helme für Ihre Mitarbeitenden beschaffen, achten Sie auf folgende Kriterien:

  • Berücksichtigen Sie die möglichen Gefährdungen am Arbeitsplatz.
  • Achten Sie darauf, dass der Kopfschutz benutzerfreundlich ist und den Träger oder die Trägerin bei der Arbeit weder behindert noch belastet.
  • Tauschen Sie den Helm bei deutlichen Farbveränderungen oder bei Beschädigungen sofort aus.

Unsere Empfehlung: Lesen Sie auch die Informationsbroschüre des jeweiligen Herstellers.

Die Kopf-Beschützer

Der Helm ist ein starkes Symbol für Schutz. Und oft genug hat er Schlimmes verhindert. Da sich bei vielen Arbeiten das Risiko einer Kopfverletzung nicht zuverlässig abschätzen lässt, müssen Ihre Mitarbeitenden im Zweifelsfall einen Helm tragen. Art. 6 der Bauarbeitenverordnung (BauAV) schreibt eine Tragepflicht für Schutzhelme vor, um die Belegschaft bei Bauarbeiten vor herabfallenden Gegenständen und Materialien zu schützen. Doch ein Helm kann noch viel mehr.

Schutzhelme haben viele gute Seiten

So etwa schützen sie vor:

  • herabfallenden, pendelnden, umfallenden und wegfliegenden Gegenständen oder dem Anstossen an harten Ecken und Kanten (mechanische Einwirkung)
  • Hitze, Kälte, glühenden Teilchen, Flüssigmetallspritzern und Flammen (thermische Einwirkung)
  • Berührungsspannung, Funkenbildung und elektrischen Entladungen (elektrische Einwirkung)
  • Säuren, Laugen und Lösemitteln (chemische Einwirkung)
  • Zusammenstössen mit Personen wie etwa bei Arbeiten ohne Warnkleider in Strassen- und Verkehrsbereichen
  • dem Erfassen von Haaren durch bewegliche Teile an Maschinen 

Welcher Helm ist der richtige?

Für jede Arbeit gibt es den passenden Kopfschutz. Wenn beispielsweise ein Industrieschutzhelm vorgeschrieben ist, genügt es nicht, eine Anstosskappe zu tragen, weil sie den Kopf lediglich vor leichten Stössen schützt.

Bei Arbeiten mit Anseilschutz oder bei Arbeiten in Ausleger-Hubarbeitsbühnen sind Schutzhelme mit Kinnriemen zu tragen. Dasselbe gilt bei Arbeiten über Kopf.

Diese Kriterien machen den Unterschied

Wenn Sie die Eigenschaften eines Helmes eingrenzen möchten, müssen Sie sich zuerst folgende Frage stellen:

  • Welche Gefährdungen herrschen am Arbeitsplatz?

Doch der beste Kopfschutz nützt wenig, wenn er unbequem ist und deshalb nur sporadisch aufgesetzt wird. Deshalb spielen folgende Auswahlkriterien ebenfalls eine wichtige Rolle:

  • Ist das Modell benutzerfreundlich und leicht?
  • Kann der Helm an die Kopfgrösse angepasst werden, sodass er angenehm zu tragen ist und gut sitzt?
  • Ist er so konstruiert, dass er Ihre Mitarbeitenden bei der Arbeit nicht behindert?

Je nach Einsatzgebiet sollten Sie zudem prüfen, welche dieser Eigenschaften bei Ihrem Kopfschutz besonders wichtig sind.

  • Besitzt er eine hohe Durchdringungsfestigkeit?
  • Besitzt er eine Stossdämpfung?
  • Kann ein allfällig benötigter Kinnriemen verstellt werden?
  • Hält der Helm bei Nässe dicht?

Ein weiteres Merkmal betrifft das Material. Bei Schutzhelmen unterscheidet man hauptsächlich zwischen Thermoplast und Duroplast. Thermoplast zeichnet sich durch eine hohe Bruchfestigkeit aus, während Duroplast bis 500+ Grad hitzebeständig ist.

Lebensdauer eines Schutzhelms

Auch ein Qualitätshelm hält nicht ewig. Sobald Sie Farbveränderungen bemerken oder wenn er Beschädigungen aufweist, müssen Sie den Kopfschutz umgehend ersetzen. Angaben zur Lebensdauer des Helms finden Sie auch in der Broschüre des Herstellers.

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