Zwischen Verantwortung und Fantasie
Als Leiter der Militärversicherung ist Martin Rüfenachts Arbeitsalltag von Verantwortung, Entscheidungen und Führungsaufgaben bestimmt. Zum Ausgleich schlüpft er als Krimiautor in fesselnde Fantasiewelten. Gekonnt bewegt er sich zwischen Verantwortung bei der Suva und der Kreativität in seinen Büchern.
Inhalt
Wer ihm begegnet, merkt schnell: Martin Rüfenacht liebt Menschen und Geschichten. Seit über 16 Jahren arbeitet Martin bei der Suva und hat dabei viele Perspektiven kennengelernt. Von der Unternehmensentwicklung über die Bereichsleitung der ambulanten Medizinaltarife bis hin zu seiner heutigen Rolle als Abteilungsleiter der Militärversicherung. «Stillstand wäre für mich langweilig. Ich möchte jeden Tag etwas Kleines oder Grosses lernen», sagt er.
Verantwortung im Dienst der Schweiz
Die schweizerische Militärversicherung ist täglich für Menschen da, die im Dienst der Schweiz stehen. Sie versichert Angehörige der Armee, des Zivilschutzes, des Zivildienstes sowie weitere Bundesdienstleistende gegen die Folgen von Krankheit und Unfall. Immer mit dem Ziel, die Gesundheit, die Erwerbsfähigkeit und die soziale Sicherheit der Versicherten zu erhalten oder wiederherzustellen.
Als Leiter der Militärversicherung ist Martin menschlich und fachlich gefordert, trägt er doch die finanzielle, operative und personelle Verantwortung für die Abteilung. Der Hauptteil seiner Arbeit besteht darin, Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Gemeinsam mit seinem Team sorgt er dafür, dass Versicherungsleistungen rasch, korrekt und nachvollziehbar erbracht werden – von der medizinischen Behandlung über die Rehabilitation bis hin zu Rentenleistungen.
Mit Struktur führen, mit Empathie wirken
Rund 50 000 Fälle bearbeiten die 105 Mitarbeitenden der Militärversicherung pro Jahr. «Ich darf glücklicherweise ein Team von sehr motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leiten», sagt Martin stolz. Empathie, Struktur und Neugier prägen seinen Führungsstil und genau diese Eigenschaften braucht er auch als Autor. «Beim Schreiben, wie auch im Job, brauche ich einen klaren Plan», erklärt er.
«Schreiben ist für mich wie Yoga fürs Gehirn.»
Martin Rüfenacht
Kreativer Ausgleich zum Berufsalltag
Dieses Jahr feiert die Militärversicherung ihr 125-jähriges Bestehen. «Die Militärversicherung wurde 1901 per Parlamentsentschluss ins Leben gerufen und ist damit die älteste Sozialversicherung der Schweiz», erklärt Martin. Eine traditionsreiche Organisation, scheinbar weit entfernt von der freien, kreativen Welt der Literatur. Doch es ist genau dieser Kontrast, den Martin so schätzt.
Bei der Suva trifft Martin auf unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe: «Bei uns arbeiten Ärzte, Juristinnen und Juristen, Reinigungskräfte und viele mehr. Diese Vielfalt ist unglaublich bereichernd.» Seine Ideen für Krimis entstehen jedoch selten im Berufsalltag, dafür umso öfter im privaten Umfeld: bei Gesprächen oder Beobachtungen. «Ich gehe mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Vieles eignet sich einfach perfekt für einen Krimi.» Martins Geschichten spielen überwiegend in der Schweiz. Hier kennt er sich aus, so werden Orte und Menschen für ihn lebendig. Für Recherchen reist er auch schon mal ins Südtirol, um die Atmosphäre zu spüren, bevor sie in seinen Krimis landet. Die ersten Erfolge als Autor bleiben dabei unvergessen. «Die erste Verlagszusage war schon etwas ganz Besonderes.» Auch im beruflichen Umfeld stösst sein Schreiben auf Begeisterung. Kolleginnen und Kollegen lesen seine Bücher, wollen Signaturen oder staunen, wie er das alles neben seinem Job schafft. Martins Erfolgsrezept lautet Disziplin, Freude an der Kreativität und eine starke Familie. «Ich bin froh, dass ich vom Schreiben nicht leben muss. Ich schreibe, wenn ich Lust dazu habe.»
Martin mit einigen seiner bisher veröffentlichten Bücher.
Beruf und Leidenschaft im Einklang
Dass Martin seine Leidenschaft leben kann, spiegelt auch die Kultur bei der Suva wider. Flexibilität, Vertrauen und Verständnis für persönliche Projekte ermöglichen, Beruf und Privatinteressen zu vereinbaren. Martins Job verlangt Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit, in seinen Krimis kann er frei experimentieren: «Schreiben ist für mich wie Yoga fürs Gehirn.» Und so erschafft Martin gerade einen neuen Fall für seinen Ermittler Bernauer, voller spannender Motive und kreativen Wendungen.