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Kriminelles Vorgehen in versicherten Betrieben

Leider ist es keine Seltenheit, dass Betriebe in finanziellen und versicherungstechnischen Belangen unrechtsmässig vorgehen. Hier erfahren Sie, welche Art von Versicherungsmissbrauch häufig vorkommt und was die Suva dagegen unternimmt. Machen Sie sich anhand der Fallbeispiele ein Bild.

Inhalt

Kurz und bündig

Schwarzarbeit ist eine Realität, die finanzielle Konsequenzen hat: Prämien werden damit hinterzogen und Sozialleistungen nicht bezahlt. Bei wirtschaftlich aussichtslosen Situationen von Betrieben wird oftmals ein Trick angewendet: Ein Firmenbestatter übernimmt eine Firma, die kurz vor dem Konkurs steht, benennt sie um, registriert sie in einem anderen Kanton und ändert ihren Zweck. Dann lässt er sie Konkurs gehen, damit die Gläubiger nicht mehr zu ihrem Geld kommen.

Das unternimmt die Suva dagegen:

  • Wir setzen zum Schutz der ehrlichen Prämienzahler auf präventive Massnahmen, indem wir z. B. Geschäftsführer auf die Buchhaltungspflicht hinweisen und regelmässige Betriebsrevisionen durchführen.
  • Stellen wir fest, dass uns Firmen systematisch hintergehen, reichen wir Strafanzeige ein.

Prämienhinterziehung

Es kommt immer wieder vor: Betriebe bezahlen durch falsche oder unterlassene Angaben bewusst zu wenig Prämien. Dann liegt klar ein Fall von Versicherungsmissbrauch vor. Dies ist beispielsweise bei Schwarzarbeit der Fall, wenn betrügerische Unternehmen Arbeitnehmende bar bezahlen, ohne die Prämien der Suva oder anderer Sozialversicherungen abzurechnen.

Versicherungsmissbrauch durch Schwarzarbeit
Versicherungsmissbrauch
Versicherungsmissbrauch durch Schwarzarbeit
Schwarzarbeit ist nichts anderes als Versicherungsbetrug. Zudem werden weder AHV-Beiträge noch Steuern bezahlt. Ein Praxisbeispiel aus dem Baugewerbe.
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Konkursreiterei

Bei der Konkursreiterei übergibt ein überschuldeter Unternehmer sein Unternehmen, das kurz vor dem Konkurs steht, einem sogenannten Firmenbestatter. So kann er den Konkurs vermeiden und ist die Schulden los. Dafür zahlt der ursprüngliche Inhaber einem Vermittler ein paar tausend Franken. Dieser überweist einen Teil des Betrags an den Bestatter, der die Firma umbenennt, oft den Zweck ändert und den Sitz in einen anderen Kanton verlegt, um einen leeren Betreibungsregisterauszug zu erhalten. Diesen nutzen Bestatter oft für Bestellungs- oder Leasingbetruge. Solche Machenschaften werden häufig verwendet, um systematisch öffentlich-rechtliche Schulden wie Sozialversicherungsprämien nicht zu bezahlen.

So kämpft die Suva gegen die Firmenbestatter
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So kämpft die Suva gegen die Firmenbestatter
Die Fälle von sogenannten «Firmenbestattungen» häufen sich – mit Folgen für die ehrlichen Prämienzahler. Die Suva handelt.
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Die Massnahmen der Suva bei Verdachtsfällen

  • Zum Schutz der ehrlichen Prämienzahler setzt die Suva auf präventive Massnahmen, z.B. indem sie Geschäftsführer auf die Buchhaltungspflicht hinweist und regelmässige Betriebsrevisionen durchführt.
  • Wenn Firmen die Suva systematisch hintergehen, reicht die Suva Strafanzeige ein.

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