Unter den Besten: Die ICT-Ausbildung der Suva überzeugt
Die Suva zählt mit ihrer ICT-Ausbildung zu den besten der Schweiz: Beim Digital Economy Award 2025 erreichte sie in der Kategorie «ICT Education & Training» einen Platz unter den Top 3. Was diese Anerkennung bedeutet und welchen Stellenwert die Aus- und Weiterbildung bei der Suva generell einnimmt, erläutert Urs Grubenmann, Ausbildungsleiter Informatik.
Inhalt
Kurz und bündig
- Die Suva ist unter den Top 3 des Digital Economy Award im Bereich ICT-Ausbildung.
- Bei der Suva ist ICT Chefsache – hinter der Ausbildung stehen Praxisbildnerinnen und Praxisbildner bis hin zum CIO.
- Durch unsere Ausbildungsprogramme leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Nachwuchsförderung in der Schweiz und gestalten die Arbeitswelt der Zukunft aktiv mit.
- Mit einem vielfältigen Weiterbildungsprogramm, das einen besonderen Fokus auf digitale Kompetenzen legt, stärken wir die Arbeitsmarktfähigkeit unserer Mitarbeitenden.
Interview mit Urs Grubenmann
Urs Grubenmann, ICT-Ausbildungsleiter der Suva
Urs, herzliche Gratulation. Die Suva gehört zu den Top 3 in der Kategorie ICT Education & Training. Was bedeutet diese Auszeichnung für dich und dein Team?
Es ist auch ohne Award eine grosse Anerkennung für alle, die sich jeden Tag für die Lernenden einsetzen – von den Praxisbildnerinnen und Praxisbildnern bis hin zum CIO. Nicht umsonst heisst unser eingereichtes Projekt «Bei uns ist ICT Chefsache». Der Preis zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Und er bestätigt, dass sich unsere Investition in junge Talente lohnt.
Die Kategorie war stark besetzt. Wofür wurde die Suva nominiert?
Die Jury hat unser ganzheitliches Ausbildungsprogramm gewürdigt. Unsere Lernenden sind von Anfang an Teil der Teams. Sie arbeiten an realen Projekten mit, zum Beispiel mit Partnerfirmen wie der Krankenversicherung CSS oder dem Kanton Luzern. Dabei übernehmen die Lernenden Verantwortung, bringen ihre Idee ein und erleben, dass ihre Arbeit Wirkung hat.
Kannst Du ein Beispiel nennen?
Eines unserer Teams, das ausschliesslich aus Lernenden besteht, hat ein Tool für die interne Parkplatzverwaltung inkl. Onlinebezahlung für die Suva-Agentur Bern entwickelt. Das Onlinetool wird inzwischen auch von den Agenturen Freiburg und Solothurn genutzt. Das Feedback ist positiv: «Schnell und unkompliziert». So erleben unsere Lernenden, dass ihr Beitrag zählt und dass Sie die Digitalisierung aktiv mitgestalten.
Was zeichnet Euer Ausbildungsprogramm aus?
Wir setzen auf Vertrauen, Begleitung und Eigenverantwortung. Unsere Ausbildnerinnen und Ausbildner sind Coaches, die fördern und fordern. Wir schaffen Räume, in denen Fehler erlaubt sind und Lernen wirklich stattfindet. Dabei legen wir grossen Wert auf Vielfalt: Bei uns bekommen auch Jugendliche mit unkonventionellen Lebensläufen eine Chance. Unterschiedliche Perspektiven sehen wir als Stärke.
Wie viele junge Menschen bildet die Suva denn aus?
Die Nachwuchsentwicklung ist für uns von zentraler Bedeutung, da wir damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Förderung junger Talente in der Schweiz leisten und die Arbeitswelt der Zukunft aktiv mitgestalten. Letzten Sommer haben 45 junge Frauen und Männer in sechs unterschiedlichen Berufen erfolgreich ihr Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis erlangt. Zusätzlich bieten wir attraktive Traineeprogramme an und beschäftigen Praktikantinnen und Praktikanten der Wirtschaftsmittelschule (WMS).
Welchen Stellenwert hat die Aus- und Weiterbildung für die Suva als Arbeitgeberin?
Die Aus- und Weiterbildung geniesst bei der Suva in allen Altersgruppen einen hohen Stellenwert. Als Vorreiterin im Bereich ICT begleitet und unterstützt die Suva ihre Mitarbeitenden aktiv bei der digitalen Transformation. Wir fördern die Arbeitsmarktfähigkeit und die Leistungsfähigkeit aller Mitarbeitenden – insbesondere durch den Ausbau der digitalen Kompetenzen.
Urs Grubenmann, ICT-Ausbildungsleiter der Suva
«Wir setzen auf Vertrauen, Begleitung und Eigenverantwortung.»
Worauf bist Du besonders stolz?
Mich begeistert, dass wir unsere Talente von Anfang an begleiten: Der Weg beginnt oft schon beim Zukunftstag oder am ICT-Campus, führt über den Schnuppertag und die Vertragsunterzeichnung bis hin zum EFZ-Abschluss. Viele bleiben uns auch danach erhalten, als Studierende, Praktikantinnen und Praktikanten, Trainees oder später sogar als Praxisausbildende. Und wer weiss, vielleicht sitzt eines Tages jemand von ihnen als CIO in der Geschäftsleitung. Diese Entwicklung zu sehen, macht mich sehr stolz.
Was motiviert Dich persönlich, sich so stark für Eure Lernenden einzusetzen?
Ausbildung ist für mich die nachhaltigste Form von Innovation. Technologien verändern sich ständig – Lernkompetenz bleibt. Wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen, entwickeln sie Fachwissen und Haltung. Wenn ich sehe, wie junge Menschen aufblühen und am Ende mit Stolz ihr Diplom in den Händen halten, das ist für mich das Schönste.
Was spricht aus Deiner Sicht allgemein für eine Berufslehre?
Ich finde Berufslehre hat eine enorm wichtige Bedeutung, allein schon für die soziale Integration. Wo, wenn nicht in der Lehre, lernen junge Menschen, sich in ein Team zu integrieren, Verantwortung zu übernehmen und auch einmal etwas auszuhalten. Natürlich sind hier die Praxis-Ausbildnerinnen und -Ausbildner gefordert, die tagtäglich begleiten, ermutigen und Orientierung geben. Meine Botschaft an Eltern, Unternehmen, Kantone und Gemeinden: Es lohnt sich, eine Berufslehre zu machen und es lohnt sich, eine anzubieten und zu fördern. Hier ist die Suva ist für mich Vorreiterin.
Mehr junge Frauen in die ICT – unser Engagement
Die Suva bildet aktuell 26 Informatik-Lernende aus, davon sind 5 weiblich. Das ist bei 230 Mitarbeitenden in der Informatikabteilung ein gutes Verhältnis von 1:9.
Urs Grubenmann, ICT-Ausbildungsleiter der Suva
«Viele Mädchen bringen genau die Fähigkeiten mit, die in der Informatik zählen: Kreativität, Teamgeist und Ausdauer.»
Informatik ist weiblicher, als viele denken.
Informatik ist weiblicher, als viele denken. Die Suva setzt sich aktiv dafür ein, dass mehr Mädchen und junge Frauen den Weg in die ICT finden. Sie beteiligt sich am Nationalen Zukunftstag, unterstützt ICT-Campus-Projekte und ist Sponsoring-Partner von «Mädchen-Informatik-los!».