Dunkel, nass, rutschig: 6770 Velounfälle im Herbst
Am 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt. Damit wird es auf Schweizer Strassen früher dunkel. Gleichzeitig erhöhen Nässe und Laub die Sturzgefahr. Die Suva zeigt, wie Velo- und E-Bike-Fahrende sicherer unterwegs sind.
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Jährlich verunfallen mehr als 27 000 Schweizer Arbeitnehmende mit dem Velo im Strassenverkehr. Das zeigen die Unfallzahlen der SSUV (Sammelstelle für Statistik der Unfallversicherungen UVG) im Durchschnitt in den Jahren 2020 bis 2024. 6770 dieser Velounfälle ereignen sich in den Herbstmonaten September, Oktober und November.
Sichtbar und vorausschauend unterwegs
Im Herbst kommen mehrere Risiken zusammen. Nasses Laub, feuchte Strassen und schlechte Sichtverhältnisse erhöhen das Sturz- und Unfallrisiko. Besonders auf schattigen Abschnitten, Brücken, Waldwegen und Kurven ist erhöhte Vorsicht wichtig. Die Suva empfiehlt deshalb:
- Licht einschalten, helle oder reflektierende Kleidung sowie Velohelm tragen. Reflektoren am Velo verbessern die Sichtbarkeit zusätzlich.
- Vorausschauend und bremsbereit fahren. Bei Nässe und Laub früher und sanfter bremsen.
- Tramgleise möglichst im rechten Winkel überqueren.
- Genügend Zeit für die Velofahrt einplanen und die Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen. Das gilt besonders für E-Bikes.
- Nicht durch Handy oder Kopfhörer ablenken lassen.
«Viele dieser Unfälle liessen sich vermeiden», sagt Andrea Lenz, Kampagnenleiterin der Suva. «Gerade im Herbst lohnt es sich, das eigene Fahrverhalten bewusst zu überprüfen. Oft reichen schon kleine Anpassungen bei Tempo, Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit.»
Mehr Sicherheit beim Velofahren mit der App «Cycle Track»
Die App «Cycle Track» unterstützt Velo- und E-Bike-Fahrende dabei, sicherer unterwegs zu sein. Sie gibt Tipps zum sicheren Fahren und zeichnet Fahrten auf. Zudem zeigt sie heikle Stellen oder Unfall-Hotspots. So können Nutzerinnen und Nutzer ihr Fahrverhalten überprüfen und anpassen.
Medienkontakt
Caspar van de Ven
Mediensprecher Arbeitssicherheit und Freizeitsicherheit
Über die Suva
Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion über 4800 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie mehr als 140 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne Steuergelder und gibt finanzielle Überschüsse in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.