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27. April 2026 | Medienmitteilung

Fünfmal weniger tödliche Arbeitsunfälle als in den 80er Jahren

Zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit am 28. April zeigt die Suva: Das Risiko, bei der Arbeit tödlich zu verunfallen, ist seit den 1980er-Jahren um fast 80 Prozent gesunken. Ein Erfolg – der aber kein Selbstläufer ist. 

Inhalt

In den Jahren 1986–1990 kamen in der Schweiz durchschnittlich 207 Personen pro Jahr bei Arbeitsunfällen ums Leben. Zwischen 2020 und 2024 waren es noch 64, obwohl seither mehr Menschen erwerbstätig sind. Diese Entwicklung wird beim Blick auf das Risiko noch deutlicher. Das Risiko für einen tödlichen Unfall bei einer beruflichen Tätigkeit ist im gleichen Zeitraum von 6,7 auf 1,5 pro 100 000 Vollbeschäftigte gesunken. Damit ist das Risiko heute fast fünfmal kleiner als noch vor einer Generation. 

Sicherheit ist eine Daueraufgabe 

«Die Fortschritte in der Arbeitssicherheit sind das Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren», sagt Sévérine Müller, Mitglied der Geschäftsleitung der Suva. «Präventionsmassnahmen leisten dazu einen wichtigen Beitrag – entscheidend ist, dass Sicherheit im Arbeitsalltag im Vordergrund steht und die Schutzmassnahmen konsequent umgesetzt werden.» 

Gefahren realistisch erleben dank Virtual Reality 

Trotz des Erfolgs gibt es keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Die Arbeitswelt verändert sich kontinuierlich. Neue Anforderungen und zunehmende Komplexität prägen viele Tätigkeiten. «Entsprechend muss sich auch die Prävention weiterentwickeln», so Müller. So setzt die Suva auf Innovation: Beispielsweise mit dem Einsatz von Virtual Reality-Brillen erleben Mitarbeitende gefährliche Situationen hautnah und realistisch – und lernen, wie sie diese vermeiden, bevor der Ernstfall eintritt.   

Schulung als zentraler Hebel 

Doch Technologie allein reicht nicht. Ein zentraler Hebel liegt in der Instruktion der Mitarbeitenden: Die Suva setzt verstärkt auf die Vermittlung und Umsetzung der lebenswichtigen Regeln sowie auf eine systematische Planung und Dokumentation von Instruktionen. Eingebettet in eine gelebte Präventionskultur kennen die Beschäftigten die Sicherheitsregeln so nicht nur, sondern wenden sie im Arbeitsalltag auch konsequent an.  

Übersicht schafft Sicherheit 

Unterstützung bietet der digitale Sicherheitspass (DSP), der nicht nur die Dokumentation von Instruktionen, Zertifikaten, Ausweisen sowie Schulungs- und Ausbildungsbestätigungen ermöglicht, sondern auch die gesamte Instruktion vereinfacht: Sicherheitsbeauftragte (SiBe) oder Vorgesetzte können Instruktionen gezielt einzelnen Mitarbeitenden zuweisen. Mit diesem kostenlosen Online-Service erhalten Betriebe eine komplette Übersicht über den Ausbildungsstand ihrer Mitarbeitenden.  Für die Suva ist klar: Die positive Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist kein Selbstläufer. Damit der Werkplatz Schweiz auch künftig sicher bleibt, muss Prävention konsequent weiterentwickelt werden. 

Medienkontakt

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Caspar van de Ven
Mediensprecher Arbeitssicherheit und Freizeitsicherheit

Über die Suva

Die seit 1918 tätige Suva beschäftigt am Hauptsitz in Luzern, in den schweizweit 18 Agenturstandorten und in den zwei Rehabilitationskliniken Bellikon und Sion über 4700 Mitarbeitende. Als selbstständiges Unternehmen des öffentlichen Rechts versichert sie mehr als 138 000 Unternehmen mit über 2,2 Millionen Berufstätigen gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. Arbeitslose sind automatisch bei der Suva versichert. Zudem führt sie im Auftrag des Bundes die Militärversicherung sowie die Unfallversicherung für Personen in IV-Massnahmen. Die Dienstleistungen der Suva umfassen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Sie arbeitet selbsttragend, ohne öffentliche Gelder und gibt Gewinne in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter. Im Suva-Rat sind die Sozialpartner – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – und der Bund vertreten.

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