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Geldleistungen

Nach einem Unfall oder bei einer Berufskrankheit erhalten versicherte Personen auch Geldleistungen. Dafür müssen gewisse Bestimmungen erfüllt sein. Mit den Versicherungsleistungen sind Ihre Mitarbeitenden und deren Familien vor den finanziellen Folgen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit geschützt.

Inhalt

Kurz und bündig

Nach einem Unfall oder bei Berufskrankheit haben Sie Anspruch auf finanzielle Entschädigung. 

  • Es gibt verschiedene Arten von Geldleistungen.
  • Diese reichen von Renten über Taggeld-Leistungen bis zu Entschädigungszahlungen.
  • Sind sich Versicherte und die Suva bezüglich der Leistungen uneinig, vermittelt eine neutrale Ombudsstelle.

Geldleistungen im Überblick

Welche finanziellen Ansprüche haben Ihre Mitarbeitenden und deren Angehörige nach einem Unfall, bei einer Berufskrankheit oder nach einem Todesfall? Erfahren Sie Details zu den Geldleistungen. 

Das Taggeld ersetzt den Lohn Ihrer Mitarbeitenden, wenn die regulären Zahlungen durch den Arbeitgeber enden. Es beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdiensts.

Die Suva zahlt das Taggeld periodisch aus. Verunfallte erhalten das Taggeld ab dem dritten Tag nach dem Unfall, bis sie wieder vollständig arbeitsfähig sind. Alternativ zahlt die Suva das Taggeld aus, bis die Invalidenrente beginnt. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird das Taggeld entsprechend angepasst.

Wenn jemand arbeitslos ist, wird das Taggeld aufgrund des letzten Gehalts berechnet. Es darf das vor dem Unfall bezogene Taggeld der Arbeitslosenversicherung nicht übersteigen.

Der höchstversicherte Jahresverdienst beträgt aktuell 148200 Franken.

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat er oder sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand­lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwar­tet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver­siche­rung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehand­lung und die Taggeldleistungen dahin. Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80 Prozent des versicherten Ver­­diens­­­­­tes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt.

Die Renten werden monatlich im Voraus ausbezahlt. 

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er oder sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung.

Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft. 

Ist eine versicherte Person wegen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit dauernd auf die Hilfe Dritter angewiesen, erhält sie eine Hilflosenentschädigung zusätzlich zur Invalidenrente. Mit dieser können Betroffene ihren Alltag finanzieren. Sie bemisst sich nach dem Grad der Hilflosigkeit. Bei einem Aufenthalt in einer Heilanstalt besteht kein Anspruch auf diese Leistung.

Die Hilflosenentschädigung wird nach dem Grad der Hilflosigkeit bemessen. Ihr Monatsbetrag beläuft sich auf mindestens den doppelten und höchstens den sechs­­fachen Höchstbetrag des versicherten Tagesverdienstes.

Bitte beachten Sie, dass bei den Hinterlassenenrenten unterschiedliche Leistungen für verheiratete Paare oder geschiedene Ehepartner gelten.

Verheiratete Paare

Wenn eine versicherte Person an den Folgen eines Unfalls oder einer Berufskrankheit stirbt, haben die Kinder und der überlebende Ehepartner Anspruch auf eine Hinterlassenenrente.

Höhe der Rente für Hinterlassene:

  • Witwe bzw. Witwer: 40 Prozent
  • Vollwaisen: 25 Prozent
  • Halbwaisen: 15 Prozent

Zusammen darf die Rente höchstens 70 Prozent des versicherten Verdiensts betragen.

Geschiedene Ehepartner

Die Hinterlassenenrente für den geschiedenen Ehegatten entspricht 20 Prozent des versicherten Verdienstes, höchstens aber dem geschuldeten Unterhaltsbeitrag. 

Informationen für Rentenbezüger

Wir sehen ein älteres Ehepaar, das entspannt lachend auf einem Sofa sitzt.

Teuerungszulagen

Die Invaliden- und Hinterlassenenrenten der obligatorischen Unfallversicherung bleiben per 1. Januar 2021 unverändert.

Renten

Die Anpassung der Renten wird gemäss der Teuerung gerechnet. Sie wurden letztmals im Januar 2009 angepasst. Der Landesindex der Konsumentenpreise

 ist 2022 gestiegen. 

Rentenzahlung 2021

Der Zahlungsauftrag wird am 1. Werktag des Monats an den folgenden Daten ausgeführt.

Kontoänderung

Nutzen Sie das Formular «Auszahlung auf ein Bank- oder Postkonto», wenn Sie uns eine Kontoänderung mitteilen möchten. Bitte unbedingt die Schaden- und Dossiernummern angeben.

Ombudsstelle: lösungsorientiert und neutral

Schätzen Versicherte ihren Anspruch auf Versicherungsleistungen anders ein als die Suva, kann dies zu Unstimmigkeiten führen. Versicherte sind in diesen Situationen nicht auf sich allein gestellt. Die Stiftung «Ombudsmann der Privatversicherung und der Suva»

 hilft lösungsorientiert und neutral bei versicherungsrechtlichen Fragen. Versicherte der Suva und der Militärversicherung können sich kostenlos von der Ombudsstelle beraten lassen. Diese erarbeitet Vorschläge für eine aussergerichtliche Klärung, übernimmt jedoch nicht die Rolle eines Anwalts. Der Fristenlauf wird nicht unterbrochen, wenn die Ombudsstelle einbezogen wird.

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