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Sichere Lehrzeit: So schützt du dich vor Unfällen

Mit Beginn deiner Lehrzeit startet ein neuer Lebensabschnitt. Als Lernender oder Lernende lernst du täglich Neues und machst wertvolle Erfahrungen. Weil vieles ungewohnt ist, steigt auch die Unfallgefahr. Hier erfährst du, wie du mit drei Verhaltensweisen sicher und gesund durch deine Lehrzeit kommst.

Inhalt

Kurz und bündig

Wusstest du, dass in der Schweiz jedes Jahr rund 23 000 Lernende bei der Arbeit verunglücken? Zwei dieser Unfälle enden leider tödlich.

Damit du jeden Tag gesund nach Hause gehst, achte immer darauf:

  1. Trage deine persönliche Schutzausrüstung konsequent, wo sie gefordert ist – auch in der Freizeit.
  2. Befolge immer die lebenswichtigen Regeln deiner Branche.
  3. Sage STOPP, wenn du dich unsicher oder überfordert fühlst, eine Aufgabe nicht verstehst oder eine lebenswichtige Regel verletzt wird.

Sicherheit geht in der Ausbildung immer vor

Deine Gesundheit und Sicherheit stehen immer an oberster Stelle. Keine Arbeit ist so wichtig, dass du dafür dein Leben oder das Leben anderer riskierst.

Mit diesen drei Verhaltensweisen schützt du dich und deine Kollegen und Kolleginnen vor Unfällen:

1. Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Eishockeyspieler oder Eishockeyspielerinnen würden nie ohne Schutzausrüstung aufs Eis gehen. Auch nicht kurz. Deshalb: Trage immer deine PSA, selbst wenn du nur schnell etwas erledigen willst.

Zur persönlichen Schutzausrüstung zählen alle Ausrüstungen, die eine Person zum Schutz vor gesundheitsgefährdenden Einwirkungen trägt. Die gängigste Ausrüstung sind Helm, Schutzschuhe, Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Atemschutz und Gehörschutz. Je nach Tätigkeit ist eine andere Ausrüstung nötig.

Informiere dich bei deinem Berufsbildner oder deiner Berufsbildnerin nach der vorgeschriebenen PSA. Deine Arbeitgeberin ist gesetzlich verpflichtet, dir die passende PSA kostenlos zur Verfügung zu stellen.  

Die PSA kann Unfälle zwar nicht verhindern, aber die Schwere der Verletzung reduzieren.

→ Trage konsequent deine persönliche Schutzausrüstung, wo sie gefordert ist – auch in der Freizeit.

Mehr zur PSA erfährst du auf «Persönliche Schutzausrüstung (PSA): Gut geschützt am Arbeitsplatz».

Profis schützen sich

Im Video siehst du, wie sich lernende Berufstalente professionell mit ihrer PSA schützen. Sie sind deine Vorbilder. Mach es so wie sie.

Still aus dem Video. Ein Lernender für den Beruf Schreiner schneidet einen Balken zu. Dabei trägt er eine Schutzbrille und Gehörschutz.

2. Lebenswichtige Regeln (LWR)

Die lebenswichtigen Regeln sind echte Lebensretter. Sie helfen, schwere Unfälle zu verhindern, und sind auf Branchen und Tätigkeiten abgestimmt. Deshalb hat jede Branche ihre eigenen lebenswichtigen Regeln – meist zwischen 5 und 10. 

Frage deinen Berufsbildner oder deine Berufsbildnerin nach den lebenswichtigen Regeln deines Betriebs und deiner Tätigkeit.Wichtig: Wird eine dieser Regeln verletzt, dann: 

  • Sage STOPP.
  • Stelle die Arbeit ein.
  • Beseitige die gefährliche Situation mit einer Fachperson (z. B. Berufs- oder Praxisbildner/-in)
  • Arbeite erst dann weiter.

→ Wende die lebenswichtigen Regeln deiner Branche immer an.

Alle lebenswichtigen Regeln findest du auf «Lebenswichtige Regeln sind echte Lebensretter».

Lebenswichtige Regeln einhalten und Leben retten
Lebenswichtige Regeln

Lebenswichtige Regeln einhalten und Leben retten

Wir haben für viele Tätigkeiten und Berufe lebenswichtige Regeln: Werden diese verletzt, heisst es STOPP, Arbeit einstellen und die gefährliche Situation beseitigen. Erst dann wird weitergearbeitet.
Für meinen Betrieb passende Regeln

3. STOPP sagen bei Gefahr

Während deiner Lehrzeit lernst du viele neue Arbeitsmittel (z. B. Maschinen), Tätigkeiten und Arbeitsabläufe kennen. Es ist ganz normal, dass nicht alles auf Anhieb verständlich ist und klappt. Wichtig ist, dass du immer nachfragst, wenn du etwas nicht verstehst. Nachfragen zeigt Verantwortungsbewusstsein.

Sage STOPP, wenn

  • du dich unsicher oder überfordert fühlst.
  • du den Auftrag nicht ganz verstanden hast.
  • eine lebenswichtige Regel verletzt wird.

STOPP sagen ist nicht einfach und braucht ganz schön viel Mut. So fällt dir STOPP sagen leichter:

  • Unklarheiten ansprechen: Sage deiner Betreuungsperson, wo du unsicher bist. Lass dir die Aufgabe nochmals erklären. Mach bei Bedarf Notizen.
  • Von anderen lernen: Frage Arbeitskollegen oder Arbeitskolleginnen oder erfahrene Lernende, wie sie STOPP sagen und was ihnen dabei hilft.
  • STOPP sagen selbstverständlich machen: Schlage deinem Berufsbildner oder deiner Berufsbildnerin vor, STOPP-Situationen regelmässig gemeinsam zu besprechen. Frage sie nach ihren Erfahrungen und wie du einfacher STOPP sagen kannst.
  • Eigene Stärken nutzen: Überlege dir, was dir bisher geholfen hat, STOPP zu sagen, und was dich dabei künftig unterstützen kann.

→ Sage STOPP, wenn du dich unsicher oder überfordert fühlst, eine Aufgabe nicht verstehst oder eine lebenswichtige Regel verletzt wird.

In einem Lager hebt eine Frau in Warnweste deutlich die Hand mit einer Stopp-Geste, um einen Kollegen mit Hubwagen anzuhalten.

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