Gehörschutz, PSA, Fräsen

Holzstaub

  • Infolge von Holzstaub können Erkrankungen der Atemwege oder Allergien entstehen.
  • Holzstaub kann zu Krebs in den Nasenhaupt- und -Nebenhöhlen führen.
  • Am Arbeitsplatz liegt der Grenzwert für Holzstaub in der Luft bei 2 mg/m³.
  • Zusammen mit einer Zündquelle kann Holzstaub zu Bränden und in Absaug- oder Siloanlagen zu Staubexplosionen führen.

Zuviel Holzstaub macht krank

Häufige Erkrankungen betreffen die Atemwege sowie die Haut.

Erkrankungen der Atemwege führen vor allem zu Reizungen im Rachen und in den Nasenschleimhäuten. Erkrankungen der Lungen oder der Bronchien sind selten. Wer häufig Holzstaub über die Atemwege aufnimmt – besonders von Buche, Eiche und einigen Tropenhölzern – hat ein erhöhtes Risiko an Krebs in den Nasenhaupt- und -Nebenhöhlen zu erkranken.

Viele Tropenhölzer, aber auch einheimische Holzarten wie Kiefer, Föhre, Buche, Eiche, können zu Ekzemen und Allergien auf der Haut führen. Diese klingen in der Regel wieder ab, wenn keine Exposition gegenüber dem Holzstaub mehr besteht.

Schützen Sie sich vor Holzstaub

Je nach Holzart und wie das Holz bearbeitet wird, entsteht mehr oder weniger Holzstaub. Messungen in Betrieben zeigen, dass besonders beim Schleifen und Fräsen viel Staub entsteht, mehr als der geltende Grenzwert für Holzstaub in der Luft erlaubt. Dieser Grenzwert (MAK-Wert = Maximaler Arbeitsplatzkonzentrationswert) für Holzstaub am Arbeitsplatz beträgt 2 Milligramm Holzstaub pro Kubikmeter Luft.

Die Messungen zeigten aber auch: Der Grenzwert kann eingehalten werden, wenn der Staub an der Entstehungsquelle abgesaugt und staubmindernde Arbeitsweisen angewendet werden. Dies ist insbesondere auch beim Arbeiten mit Handmaschinen wichtig. Dadurch wird die Belastung durch Staub am Arbeitsplatz deutlich reduziert.

Weniger Holzstaub – besser atmen

Mit folgenden Massnahmen können Sie die Belastung durch Holzstaub am Arbeitsplatz deutlich senken:

  • Vermeiden Sie das Abblasen mit Druckluft um Staubaufwirbelungen zu minimieren.
  • Reinigen Sie den Arbeitsplatz regelmässig. Verwenden Sie dazu einen Staubsauger.
  • Tragen Sie bei staubintensiven Arbeiten konsequent eine Atemschutzmaske FFP2. Holzstaub von Holzarten wie Buche, Eiche und einigen Tropenhölzern kann Krebs erzeugen. Wenn Sie solche Hölzer bearbeiten, tragen Sie eine Atemschutzmaske FFP3.
  • Setzen Sie Handmaschinen ein, bei denen der Staub direkt an der Quelle abgesaugt wird.
  • Achten Sie auf eine genügende Raumlüftung.
  • Der Holzstaub an stationären Holz-Bearbeitungsmaschinen muss abgesaugt werden.
  • Die Luftgeschwindigkeit im Absaugstutzen sollte ungefähr 20 m/s betragen.
  • Die Absaugöffnung ist möglichst in Richtung des Spänefluges anzuordnen.
  • Stellen Sie sicher, dass der Holzstaub an der Quelle abgesaugt wird, z. B. Schleiftisch mit integrierter Absaugung, Raumlüftung mit Staubfilter.
  • Wenn die technischen Massnahmen zur Absaugung nicht ausreichen, tragen Sie zusätzlich eine Atemschutzmaske  .
  • Reinigen und überprüfen Sie die Absauganlage regelmässig.
  • Bei Luftrückführungen (Umluftnutzung) sind geeignete Filter einzusetzen.
  • Absauganlagen sind im Grundsatz im Freien aufzustellen. Diese Anlagen müssen der Norm SN EN 12779 entsprechen.
  • Anlagen mit weniger als 8000 m³/h Absaugvolumenstrom gelten als Entstauber und dürfen im Arbeitsraum aufgestellt werden, sofern sie der Norm prEN 16770 entsprechen.