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Schutzkleidung: Die wichtigsten Auswahlkriterien

Die richtige Schutzkleidung für Ihre Mitarbeitenden vermeidet Unfälle und Berufskrankheiten. Dabei spielt es jedoch auch eine Rolle, ob die Schutzkleidung passt und angenehm zu tragen ist – denn sonst sinkt die Leistungsfähigkeit Ihrer Fachkräfte und die Akzeptanz für die PSA leidet.

Inhalt

Kurz und bündig

Indem Sie für Ihre Mitarbeitenden die richtige Schutzkleidung auswählen, tragen Sie dazu bei, Unfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden.

  • Gehen Sie dabei von den Gefahren am konkreten Arbeitsplatz aus und prüfen Sie individuell, welches Material und welche Ausführung für die Schutzkleidung gefordert sind.
  • Leider ist es in der Praxis oft so, dass die eingesetzte Schutzkleidung zwar die geltenden Normen erfüllt, aber schlecht sitzt und unbequem zu tragen ist. Achten Sie bei der Auswahl von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) auch auf die richtige Passform und den Tragekomfort. Sie erhöhen so nicht nur die Leistungsfähigkeit Ihrer Fachkräfte, sondern auch die Akzeptanz für die PSA.

Sicher dank Signalfarben

Bei gewissen Arbeiten können sich die Beteiligten gegenseitig gefährden, wenn sie sich nicht sehen. In solchen Situationen schützt gut sichtbare Oberbekleidung. Damit diese eine ausreichende Sichtbarkeit bietet, muss vorn und hinten mindestens ein Drittel der Fläche in den Signalfarben Orange, Gelb oder Rot gehalten sein. Auch die Oberarme müssen durch eine Signalfarbe gekennzeichnet sein. Generell befinden sich die Signalfarben im schulternahen Bereich der Kleidung.

Praktische Erfahrungswerte

Bei manchen Arbeiten sind Fachkräfte Gefahren ausgesetzt. Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie Ihre Mitarbeitenden daher mit zweckmässiger, physiologisch einwandfreier und qualitativ hochwertiger Bekleidung ausstatten. Indem Sie die richtige Schutzkleidung auswählen, vermeiden Sie Unfälle und Berufskrankheiten.

In der Praxis erfüllt die eingesetzte Schutzkleidung zwar die Anforderungen der geltenden Normen, passt den Mitarbeitenden jedoch oft nicht richtig und ist unbequem zu tragen. Manch ein Unternehmen sollte in dieser Hinsicht noch nachbessern.

Arbeitskleidung gilt übrigens im Normalfall nicht als Schutzkleidung. Sie wird anstelle oder zusätzlich zur Privatkleidung getragen, um diese zu schonen.

Gefährdungen: Wovor schützt Schutzkleidung?

  • mechanische Einwirkungen, z. B. spitze und scharfe Gegenstände, sich bewegende Teile von Maschinen
  • chemische Einwirkungen, z. B. Säuren, Laugen, Lösemittel, Stäube, Öle
  • biologische Einwirkungen, z. B. Bakterien, Viren, Pilze
  • thermische Einwirkungen, z. B. Wärmestrahlung, Kontaktwärme, glühende Teilchen, Flüssigmetallspritzer, Flammen, Lichtbogen, Kälte
  • physikalische Einwirkungen, z. B. Strahlung, Nässe, Stäube
  • elektrische Einwirkungen, z. B. Berührungsspannung, Funkenbildung – auch durch elektrische Entladungen
  • Nichterkennbarkeit der Person, z. B. bei Arbeiten auf oder in der Nähe von Verkehrswegen
  • Einwirkung von Feuchte und Witterung, z. B. bei Arbeiten im Freien

Nach welchen Kriterien sollten Sie Schutzkleidung auswählen?

Universell einsetzbare Schutzkleidung gibt es bisher nicht und wird es wohl auch nie geben: Die Einsatzgebiete sind einfach zu unterschiedlich. Leiten Sie daher aus den konkreten Gefahren am Arbeitsplatz ab, welche Schutzkleidung aus welchem Material und in welcher Ausführung die richtige ist.

Sie sollten sich auch überlegen, ob Ihre Fachkräfte funktionelle Kleidung brauchen. Ein optimaler Wärme- und Feuchtigkeitsaustausch zwischen Körper und Umgebung ist zentral für das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeitenden – und damit auch für ihre Leistungsfähigkeit und die Akzeptanz von PSA.

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