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Justierarbeiten an Maschinen bei laufendem Betrieb: Schutzvorkehrungen

Es ist ein Vorteil, wenn Einstellungen bei laufendem Betrieb und voller Produktionsgeschwindigkeit durchgeführt werden können. Um jedoch Ihre Mitarbeitenden nicht zu gefährden, müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein. Wir erklären Ihnen drei einfache, aber effektive Varianten.

Inhalt

Kurz und bündig

Abdeckungen und Schranken schützen Arbeitnehmende vor gefährlichen Eingriffen an laufenden Maschinen. Allerdings besteht immer die Möglichkeit, dass die Sicherheitseinrichtungen manipuliert werden. Um Maschinen und Anlagen bei laufendem Betrieb zu justieren, braucht es deshalb intelligente Bedienungs-Konzepte, die das Arbeiten bei geschlossenen Schutzverdecken ermöglichen.

Weder ein Maschinenstopp noch ein reduzierter Betrieb ist notwendig:

  • wenn Sie einen Tunnel im Schutzverdeck anbringen
  • wenn Ihre Mitarbeitenden die Einstellungen über ein externes Bedienpanel mit Servomotoren steuern können
  • wenn sich die Einstellelemente ausserhalb des Schutzverdecks befinden

Schutzverdeck: zentral bei Justierarbeiten

Um Einstellungen bei laufendem Betrieb vorzunehmen, ist das Schutzverdeck sozusagen der Garant für Sicherheit. Allerdings setzt dies voraus, dass für die Einstellung entsprechende Einrichtungen – wie etwa ein Tunnel – vorhanden sind. Denn fehlen solche baulichen Elemente, besteht die Gefahr, dass jemand die Überwachung des Schutzverdecks überbrückt und bei laufender Maschine in den Gefahrenbereich greift. Muss eine laufende Maschine trotz allem bei offenem Schutzverdeck justiert werden, darf nur im Tippbetrieb und mit möglichst reduzierter Geschwindigkeit gearbeitet werden.

Einstellarbeiten gefahrlos vornehmen

Es liegt im Interesse jeder Firma, wenn Einstell- oder Justierarbeiten bei laufender Maschine und voller Produktionsgeschwindigkeit durchgeführt werden können. Doch niemand will Risiken eingehen. Denn ereignet sich ein Unfall, trifft das die Mitarbeitenden ebenso wie das Unternehmen – schmerzhafte Heilungsprozesse auf der einen, ein Produktionsunterbruch und eine fehlende Fachkraft auf der anderen Seite. Mit unseren drei Varianten können Ihre Mitarbeitenden sicher arbeiten

Variante 1 «Tunnel»

Die Einstellelemente sind durch das geschlossene Schutzverdeck über einen Tunnel erreichbar. Dieser ist so konstruiert, dass niemand in den Gefahrenbereich greifen kann.

Ein Mitarbeiter steht vor einem Förderband. Der Gefahrenbereich ist mit einem grossen Schutzverdeck gesichert. Darin ist ein kleiner Tunnel eingelassen, durch den der Mann Einstellungen vornehmen kann.

Damit Ihre Fachkraft nicht in Versuchung kommt, das Schutzverdeck zu überbrücken und abzunehmen, wurde ein kleiner Tunnel eingelassen. Durch diesen kann die Maschine gefahrlos justiert werden.

Variante 2: Bedienpanel mit Servomotoren

Die Einstellung erfolgt elektronisch über ein Bedienpanel mit Servomotoren. Dieses Konzept hat den Vorteil, dass Ihre Fachkraft auch verschiedene Einstellungen speichern kann, was die Formatumstellungen vereinfacht.

Vor einem Förderband mit einem Schutzverdeck steht ein Techniker, der mittels eines Bedienpanels  die Maschine justiert.

Von einem Bedienpanel aus können Ihre Mitarbeitenden die Maschine bei laufendem Betrieb justieren, ohne dass das Schutzverdeck entfernt werden muss.

Variante 3: Bedienung im sicheren Bereich

Ein sicheres Vorgehen ermöglicht auch die Justierung über Einstellelemente, die ausserhalb des Schutzverdecks angeordnet sind.

Während die Produktion läuft, nimmt eine Fachkraft Justierungen an der Maschine vor. Dazu kann sie die Einstellelemente benutzen, die sich ausserhalb des Schutzverdecks befinden.

Die Anordnung der Bedienelemente neben dem Schutzverdeck erlaubt ein sicheres Arbeiten, ohne dass die Abdeckung entfernt werden muss.

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