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Roter Hautkrebs – Gibt es ihn wirklich?

Veränderungen auf der Haut, z. B. rote Flecken, Punkte oder Stellen, verunsichern uns. Bleiben sie über längere Zeit bestehen oder verändern sich, fragen wir uns: Ist das gefährlich? Und gibt es roten Hautkrebs? In diesem Ratgeber erhältst du eine sachliche, verständliche Einordnung und Tipps, worauf du besser achtest.

Murielle Müller
05.12.2025
ca. 4 min

Inhalt

Kurz und bündig

Roter Hautkrebs – ein Mythos oder gibt es ihn wirklich? Wir klären auf und geben dir Informationen, wie du Hautveränderungen feststellst und richtig handelst.

  • Roten Hautkrebs gibt es per Definition nicht. Aber weisser beziehungsweise heller Hautkrebs kann oft rötlich aussehen.
  • Hautkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Krebsarten.
  • Schütze dich unbedingt vor UV-Strahlung, damit deine Haut keinen Schaden nimmt.
  • Rote Punkte auf der Haut sind nicht immer Grund zur Sorge. 
  • Wenn du unsicher bist, gehe lieber zu einer Ärztin oder einem Arzt und lasse dich beraten.

Roter Hautkrebs – Mythos oder Realität?

Veränderungen der Haut verunsichern uns. Besonders dann, wenn plötzlich rote Flecken oder Punkte auftreten. In der Online-Recherche (Denk dran, Dr. Google ist nicht immer dein Freund.) findest du den Begriff «roter Hautkrebs». Doch gibt es den überhaupt? In diesem Artikel klären wir auf, welche Formen von Hautkrebs es tatsächlich gibt, was hinter rötlichen Hautveränderungen stecken kann und wann ein Arztbesuch sinnvoll und ratsam ist.

Ist Hautkrebs gleich Hautkrebs?

Hautkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Krebsarten. Medizinisch wird er in zwei Hauptgruppen unterteilt: den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) und den weissen oder hellen Hautkrebs. Weisser Hautkrebs umfasst vor allem zwei Formen: das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom.

Eines vorweg: Der Begriff «roter Hautkrebs» ist in der Medizin nicht gebräuchlich. Dennoch berichten Betroffene oft von roten Stellen auf der Haut, die ihnen Sorgen bereiten. Besonders irritierend: Manche Formen des weissen Hautkrebses können tatsächlich rötlich aussehen.

Warum wirkt weisser Hautkrebs manchmal rot?

Der sogenannte weisse Hautkrebs heisst so, weil er, im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, meist keine dunkle Pigmentierung aufweist. Doch «weisser» oder auch «heller» Hautkrebs ist keineswegs farblos. Insbesondere das Plattenepithelkarzinom und seine Vorstufe, die aktinische Keratose, können sich durch rote Flecken auf der Haut bemerkbar machen. Auch Basalzellkarzinome erscheinen manchmal als rote Punkte oder Knötchen.

Multiple aktinische Keratosen an der Kopfhaut
Multiple aktinische Keratosen an der Kopfhaut
Plattenepithelkarzinom (der Haut)
Plattenepithelkarzinom (Bildquelle: KEYSTONE/SCIENCE PHOTO LIBRARY/DR P. MARAZZI)

Solche Veränderungen sind häufig an sonnenexponierten Körperstellen zu finden, z. B. Stirn, Nase, Wangen, Ohren, Dekolleté und Handrücken. Teilweise bluten sie leicht, verkrusten oder heilen nicht richtig ab. Genau diese Kombination macht sie auffällig.

Rote Punkte auf der Haut – Grund zur Sorge?

Nicht jede rote Stelle auf der Haut ist ein Hinweis auf Hautkrebs. Oft handelt es sich um harmlose Ursachen wie:

Entscheidend ist jedoch die Beobachtung über längere Zeit: Verändert sich die Stelle? Wird sie grösser, rauer oder beginnt zu bluten? Wenn du diese Fragen mit «ja» beantwortest, ist ärztlicher Rat gefragt.

Wann gehst du zur Dermatologin oder zum Dermatologen?

Grundsätzlich gilt: Stellst du neue oder sich verändernde Hautstellen an deinem Körper fest – insbesondere wenn sie gerötet sind, nicht abheilen, schuppige Krusten bilden, sich seltsam anfühlen oder schmerzen – lasse sie kontrollieren. Ein frühzeitiger Besuch bei der Hautärztin oder beim Hautarzt schafft Klarheit  und verbessert im Ernstfall erheblich die Prognose.

Achte auf diese Warnzeichen:

  • rote Flecken auf der Haut, die über Wochen nicht verschwinden
  • rote Punkte, die sich vergrössern, schmerzen, bluten oder eine Kruste bilden
  • schuppige, raue Areale, die leicht einreissen oder jucken
  • Veränderungen an bestehenden Muttermalen (auch wenn sie rötlich werden)

Im Anschluss zeigen wir dir detailliert, wie du Hautveränderungen erkennst und wann wir dir empfehlen, eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufzusuchen:

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Weisser Hautkrebs: Früherkennung ist entscheidend

Auch wenn roter Hautkrebs kein medizinischer Begriff ist, steckt dahinter oft ein reales Risiko: Weisser Hautkrebs kann sich in einer Form zeigen, die viele nicht mit ihm in Verbindung bringen. Deshalb ist es umso wichtiger, die eigenen Hautveränderungen ernst zu nehmen.

Wenn du viel Zeit draussen verbringst, beruflich oder in der Freizeit, solltest du deine Haut regelmässig selbst beobachten. UV-Strahlung ist bei Hautkrebs der wichtigste Risikofaktor. Wenn man sich vor UV-Strahlen schützt, kann man das Hautkrebsrisiko deutlich senken.

 

Gut zu wissen: Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am grössten, weil dann die Sonne am höchsten steht. Die Ozon-Belastung hingegen erreicht erst zwischen 16 und 18 Uhr ihren Höchststand.
 

Auf dieser Seite findest du wertvolle Tipps und Informationen, wie du dich vor UV-Strahlung schützt: 

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