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Was die Unfallversicherung deckt

Gemäss dem Unfallgesetz UVG sind Angestellte in der Schweiz gegen Unfall und Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Auf dieser Seite erfahren Sie, ob Sie auch für Nichtbetriebsunfälle und Ferien im Ausland sowie Auslandeinsätze versichert sind.

Inhalt

Kurz und bündig

Die obligatorische Unfallversicherung versichert Arbeitnehmende in der Schweiz gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten. Wer mehr als acht Stunden pro Woche im gleichen Unternehmen arbeitet, ist auch gegen Nichtbetriebsunfälle versichert.

Familienmitglieder, Gesellschafterinnen und Gesellschafter, Aktionärinnen und Aktionäre sowie Genossenschafterinnen und Genossenschafter gelten ebenfalls als obligatorisch versicherte Personen nach UVG, sofern sie im Betrieb mitarbeiten.

Der Versicherungsschutz gilt auch für Lernende und Ferienaushilfen sowie Angestellte in:

  • Heimarbeit
  • Praktika
  • Volontariat
  • Schnupperlehre

Falls Sie im Auftrag Ihres Unternehmens im Ausland arbeiten, sind Sie ausserdem unter gewissen Voraussetzungen nach UVG versichert.

Weltweiter Versicherungsschutz

Wenn Sie gegen Nichtberufsunfall versichert sind, profitieren Sie auch auf Ferienreisen im Ausland vom Versicherungsschutz nach UVG.

Informieren Sie sich in unserer Broschüre Weltweit versichert – Gute Reise mit dem Suva-Versicherungsschutz für Nichtberufsunfälle im Ausland.

Berufs- und Nichtberufsunfälle

In Art. 7 UVG

 ist geregelt, welche Unfälle als Berufsunfälle gelten. Dazu gehören Unfälle, die den Versicherten bei Arbeiten zustossen, welche der Arbeitgeber angeordnet hat oder die in dessen Interesse ausgeführt wurden. Ausserdem gehören dazu Unfälle während Arbeitspausen sowie vor und nach der Arbeit beim befugten Aufenthalt auf der Arbeitsstätte oder im Bereich der mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängenden Gefahren.

Alle anderen Unfälle gelten als Nichtberufsunfälle gemäss Art. 8 UVG

.

Achtung bei Teilzeitpensum

Alle Arbeitnehmenden sind obligatorisch gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Arbeitnehmende, die mindestens acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber arbeiten, sind zusätzlich gegen Nichtberufsunfälle obligatorisch versichert.

Teilzeitbeschäftigte mit weniger als acht Wochenstunden

  • müssen sich selber gegen Nichtberufsunfälle versichern. Lassen Sie sich von Ihrer Versicherung beraten
  • sind gegen Berufsunfälle, Berufskrankheiten und Unfälle auf dem direkten Arbeitsweg versichert

Personen, die im Ausland tätig sind

Falls Sie für einen Schweizer Arbeitgeber arbeiten und dieser Sie ins Ausland entsendet, sind Sie gemäss Art. 2 UVG

 auch dort gegen Unfälle und Berufskrankheiten nach UVG versichert. Dabei gelten folgende Voraussetzungen:

  • Sie sind unmittelbar vor der Entsendung ins Ausland bereits in der Schweiz obligatorisch versichert.
  • Ihre Auslandtätigkeit ist zeitlich begrenzt.
  • Ihr Arbeitsverhältnis bleibt während dieser Zeit bestehen.
  • Nach Beendigung der Tätigkeit im Ausland nehmen Sie Ihre Arbeit in der Schweiz wieder auf.

Arbeitgeber, die Mitarbeitende ins Ausland entsenden, melden dies frühzeitig bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse. Diese stellt eine Entsendebestätigung aus.

Aufträge an Auftragnehmer

Nicht alle Auftragnehmerinnen und Auftragnehmer oder Freelancerinnen und Freelancer sind selbstständigerwerbend. So gelten Akkordantinnen und Akkordanten oder Subunternehmen in der Regel nicht als selbstständigerwerbend. Informieren Sie sich zu diesem Thema in unserem Factsheet «Einsatz von Drittpersonen».

Wenn Sie eine Person engagieren, die eine Selbstständigkeit geltend macht, verlangen Sie von dieser Person einen Nachweis für diesen Status für die geplante Tätigkeit. Als Nachweis kann eine schriftliche Bestätigung der Suva oder der Ausgleichskasse gelten. Sie können sich auch direkt bei der Suva über den sozialversicherungsrechtlichen Status dieser Person erkundigen.

Denken Sie daran: Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie Ihrer Unfallversicherung alle obligatorisch versicherten Personen melden. Damit schützen Sie sich und Ihren Betrieb vor Nachforderungen für UVG-Prämien und AHV/IV/EO/ALV-Beiträge. Ausserdem müssen Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber für allfällige NBU-Prämien geradestehen, auch wenn Sie diese bei der Person kaum mehr einfordern können.

Die Suva und auch die AHV-Ausgleichskassen revidieren Ihren Betrieb periodisch. Nicht korrekt abgerechnete Löhne für Unselbstständige (oder sogenannte Scheinselbstständige) werden von der Suva, der AHV sowie den anderen Sozialversicherungen bis zu maximal fünf Jahre rückwirkend nachbelastet.

Hinweis: Klären Sie jeden Einzelfall individuell ab und beurteilen Sie diesen auf Grundlage des relevanten Sachverhalts unter Anwendung der massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen.

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