Mann in blauer Arbeitskleidung kontrolliert Maschine

Produktesicherheit – Die Suva stellt die Marktüberwachung sicher

  • Neu in den Verkehr gebrachte Produkte müssen den Anforderungen des Bundesgesetzes über die Produktesicherheit (PrSG) entsprechen.
  • Die Suva überwacht als eines der Kontrollorgane stichprobenweise, ob diese Bestimmungen eingehalten werden.
  • Jeder kann potenziell gefährliche Produkte dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) melden.

Inverkehrbringer sind verantwortlich

Inverkehrbringer sind Hersteller, Importeure oder Händler von Produkten. Sie sind dafür verantwortlich, dass ihre Produkte den Vorgaben des Produktesicherheitsgesetzes (PrSG ) entsprechen.

Produkte dürfen nur in Verkehr gebracht werden, «wenn sie bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung die Sicherheit und Gesundheit der Verwenderinnen und Verwender nicht oder nur geringfügig gefährden».

Einzelheiten dazu finden Sie in der Broschüre «Ist Ihr Produkt sicher? Informationen für Hersteller, Importeure und Händler» (siehe unten).

Eine Druckmaschine wird kontrolliert.
Die Suva überprüft stichprobenweise Produkte auf ihre Sicherheit.

Die Suva überwacht als eines der Kontrollorgane die Einhaltung der Bestimmungen. Gemäss Produktesicherheitsverordnung (PrSV ) ist sie zuständig für Maschinen, Aufzüge, Persönliche Schutzausrüstungen und andere in Betrieben genutzte Arbeitsmittel.

Sie führt stichprobenweise Kontrollen durch und geht begründeten Hinweisen auf Abweichungen von den Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen nach.

Eine Kontrolle umfasst die formelle Überprüfung der Konformitätserklärung und der technischen Unterlagen sowie eine Sicht- und Funktionskontrolle des Produkts.

Massnahmen und Gebühren

Stellt sich heraus, dass ein Produkt nicht den Vorschriften entspricht, kann die Suva folgende Massnahmen anordnen:

  • Verkaufsverbot
  • Verpflichtung zur Nachbesserung
  • Warnung vor den Gefahren
  • Rückruf aller in Verkehr gebrachten Produkte

Welche Auswirkungen ein Kontrollverfahren haben kann, zeigt das Beispiel «Vorsicht bei Schnellwechseleinrichtungen für Baumaschinen» (siehe unten).

Wer fahrlässig oder vorsätzlich ein Produkt in Verkehr bringt, das nicht den gesetzlichen Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entspricht, macht sich strafbar.

Wenn sich ein Produkt nach einer Überprüfung als mängelfrei erweist, wird für die Kontrolle keine Gebühr erhoben. Werden Mängel festgestellt, wird dem Inverkehrbringer eine Gebühr nach Zeitaufwand auferlegt. Der Stundensatz beträgt CHF 200.– (Art. 28 PrsV ).

Gefährliche Produkte melden

Im Grundsatz kann jede Person als Marktbeobachter Produkte melden, bei denen sie einen Sicherheitsmangel vermutet oder erkennt. Die Meldeformulare können an das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gesandt werden.

Zum Meldeformular  für Marktbeobachter

Weitere Informationen und gesetzliche Grundlagen

Weitere Informationen zur Produktesicherheit finden Sie auf der Webseite des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco )

Das Gesetz und die dazugehörende Verordnung sind über folgende Links aufrufbar:

  • Produktesicherheitsgesetz (PrSG )
  • Produktesicherheitsverordnung (PrSV )