Was tun bei Sonnenstich?
Wer bei Hitze draussen arbeitet, erleidet leicht einen Sonnenstich. Informieren Sie sich über die Symptome von Sonnenstich und Hitzeerschöpfung, damit Sie wissen, was zu tun ist und richtig reagieren. Hier finden Sie Tipps, wie Sie sich schützen und worauf Sie achten müssen, damit es erst gar nicht soweit kommt.
Inhalt
Kurz und bündig
Ein Sonnenstich entsteht durch intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken und kann ernsthafte Beschwerden verursachen. Frühes Erkennen und richtiges Handeln sind entscheidend.
- Ursache: längere Zeit direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken
- häufige Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Nackensteife
- Erste Hilfe: Raus aus der Sonne, Kopf kühlen, Wasser trinken, Ruhe
- Vorbeugung: Kopfbedeckung, Schatten, ausreichend trinken
Lesen Sie im folgenden Artikel mehr über Sonnenstich und Hitzeerschöpfung.
Sonnenstich erkennen und was hilft
Gerade an heissen Tagen unterschätzen wir oft, wie stark direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken wirkt. Ein Sonnenstich entwickelt sich schleichend. Deshalb merken wir ihn häufig erst, wenn wir Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit spüren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir uns vorbereiten, damit wir bei Sonnenstich schnell und richtig reagieren. Hier finden Sie Tipps, wie Sie einen Sonnenstich erkennen, richtig behandeln und wie Sie sich schützen.
Sonnenstich-Symptome
Wie Sie erkennen, dass Sie einen Sonnenstich haben? Die Symptome können unterschiedlich sein. Häufig sind:
- Kopfschmerzen, oft pulsierend
- geröteter, heisser Kopf
- Nackensteife oder Nackenschmerzen
- Schwindel, Benommenheit
- Übelkeit und/oder Erbrechen
- Müdigkeit oder innere Unruhe
- in schweren Fällen: Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen
Wenn Sie mehrere dieser Sonnenstich-Symptome gleichzeitig feststellen, müssen Sie rasch handeln.
Sonnenstich? Was jetzt hilft
Sie vermuten, dass Sie einen Sonnenstich haben? Jetzt gilt: Sofort raus aus der Sonne.
Wie Sie bei Sonnenstich richtig reagieren
- Gehen Sie sofort raus aus Sonne und suchen Sie Schatten.
- Kühlen Sie Ihren Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern.
- Trinken Sie schluckweise Wasser oder ungesüssten Tee.
- Vermeiden Sie jede körperliche Anstrengung.
- Wenn es nicht besser wird, holen Sie sich medizinische Hilfe.
Meist klingen Sonnenstich-Symptome bei richtiger Behandlung rasch wieder ab.
Erste Hilfe bei Sonnenstich
Sie vermuten, jemand hat einen Sonnenstich? So leisten Sie Erste Hilfe:
- Bringen Sie die betroffene Person sofort in den Schatten oder an einen kühlen Ort.
- Setzen oder lagern Sie sie mit leicht erhöhtem Oberkörper.
- Lockern oder entfernen Sie enge Kleidung.
- Kühlen Sie Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern oder Kühlkompressen.
- Geben Sie der Person Wasser oder ein elektrolythaltiges Getränk.
- Beruhigen Sie die Person und vermeiden Sie weitere Sonneneinstrahlung.
- Sie sind sich nicht sicher, ob es ein Sonnenstich oder vielleicht sogar ein Hitzschlag ist? Wenn starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Bewusstseinstrübung und/oder Fieber auftreten, rufen Sie den Notruf 144.
Was ist ein Sonnenstich?
Ein Sonnenstich entsteht, wenn wir Kopf und Nacken über längere Zeit intensiver Sonnenstrahlung aussetzen. Die Hitze reizt dabei die Hirnhäute, was unangenehme und teils heftige Beschwerden auslöst. Heimtückisch: Auch bei Wind oder leicht bewölktem Himmel können wir einen Sonnenstich bekommen.
Umgangssprachlich wird bei hitzebedingten Beschwerden oft von einem «Sonnenstich» gesprochen. Medizinisch unterscheidet man jedoch drei Formen von Hitzebelastung:
- Hitzekrämpfe
- Hitzeerschöpfung (tritt häufig zusammen mit Sonnenstich auf)
- Hitzschlag (lebensbedrohlicher Notfall)
Alle drei haben eine gemeinsame Ursache: Der Körper kann sich durch Schwitzen nicht mehr ausreichend abkühlen.
Schutz vor Sonnenstich
Durch einfache Massnahmen beugen Sie Sonnenstich und Hitzeerschöpfung vor.
Bewährte Tipps bei Hitze
- Tragen Sie eine Kopfbedeckung (Hut, Kappe, mit Stirnblende und Nackenschutz).
- Meiden Sie möglichst Mittagssonne zwischen 11 und 16 Uhr.
- Legen Sie regelmässig Pausen im Schatten ein.
- Trinken Sie ausreichend, auch ohne Durstgefühl.
- Tragen Sie leichte, helle Kleidung.
Besonders wichtig:
Bei Arbeit im Freien oder sportlicher Aktivität gehören Sonnenschutz und Flüssigkeit zur Grundausrüstung.
Unterschiede bei Hitzekrankheiten und wann es hitzefrei gibt
In der Schweiz legt das Gesetz keine Temperatur fest, ab der Arbeitgebende Hitzefrei gewähren müssen. Grundsätzlich analysieren Arbeitgebende die Klimarisiken und entscheiden dann, wann sie die Arbeitsbedingungen anpassen. Die Suva hat in der Checkliste «Arbeiten im Freien bei Sonne und Hitze» die zu treffenden Massnahmen, abhängig von der Temperatur, zusammengefasst.
Nein. Die Symptome sind zwar sehr ähnlich, aber Sonnenstich und Hitzeerschöpfung werden durch unterschiedliche Faktoren begünstigt.
- Die Symptome von Sonnenstich und Hitzeerschöpfung sind sehr ähnlich und oft nicht voneinander zu unterscheiden. Häufig liegen beide gleichzeitig vor.
- Die Ursache für Sonnenstich ist eine Reizung der Hirnhäute und des Gehirns durch übermässige Sonneneinstrahlung auf den Kopf.
- Eine Hitzeerschöpfung tritt auf, wenn der Körper durch starkes Schwitzen zu viel Wasser oder Salz verliert. Dadurch sinkt das Blutvolumen.
Beim Sonnenstich beeinträchtigt direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken vor allem das Gehirn. Meist ist der Kopf heiss, der Körper jedoch nicht stark erhitzt.
Ein Hitzschlag hingegen ist eine gefährliche Überhitzung des gesamten Körpers. Er entsteht häufig bei körperlicher Anstrengung in heisser Umgebung. Dabei hört das Schwitzen auf, die Körpertemperatur steigt über 40 °C und die Haut ist trocken.