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28. April 2020 | von Esther Galliker

Die 10 häufigsten Gefahrenquellen beim Velofahren

Warum stürzt man mit dem Velo? Die Suva hat die Unfallursachen beim Velofahren analysiert und zeigt die 10 häufigsten Gefahrenquellen auf.

Inhalt

Das schöne Wetter lockt viele Menschen aufs Velo. Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Veloausflug mit der Familie oder beim Biken im Wald: rund 31 000 Mal pro Jahr endet eine Velofahrt in der Schweiz mit einem Unfall gemäss der Sammelstelle für Statistik der Unfallversicherungen UVG (SSUV). 
Die Suva hat die Unfallberichte dieser Velounfälle genauer unter die Lupe genommen und gesehen, dass in etwa 50 Prozent aller Fälle eine Gefahrenquelle massgeblich am Unfall beteiligt ist.
Hier finden Sie die Liste der 10 häufigsten Gefahrenquellen beim Velofahren und Tipps, wie Sie Unfälle verhindern können.

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Platz 10 : Hindernisse wie lose Gegenstände

Etwa 460 Velounfälle im Jahr ereignen sich, weil Velofahren de durch Hindernisse überrascht werden. Lose Gegenstände wie Pet-Flaschen, Drahtgebinde, Plastiksäcke oder nasses Laub können dabei die  Fahrt jäh beenden und zu einer Verletzung führen. 

Vorausschauendes Fahren hilft. 

Vorausschauendes Fahren kann man trainieren. Besuchen Sie demnächst die  Themeninsel Virtual-Reality-Velo

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Platz 9: Andere Menschen

Immerhin in etwa 550 Fällen pro Jahr kommt es zu Kollisionen zwischen Zweirädern und anderen Menschen. Häufig stürzen Velofahren de beim  Versuch Fussgängern und Fussgängerinnen auszuweichen. 

Drosseln Sie Ihr Tempo, wenn viele Passanten oder Kinder unterwegs sind. 

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Platz 8: Bäume und Sträucher wie z.B. Wurzeln

Insgesamt 800 Mal im Jahr sind Bäume und Sträucher an Velounfällen beteiligt. Biker und Bikerinnen stürzen immer wieder über lose Äste oder herausragende Wurzeln.

Mit vorausschauendem Fahren sowie angemessener Geschwindigkeit erkennen Sie Gefahren rechtzeitig.

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Platz 7: Andere Fahrräder

Im Schnitt kolli die ren über 900 Mal im Jahr Fahrräder miteinander, so dass es zu einem Unfall kommt. Häufig geschieht dies, wenn Velofahren de abrupt die  Richtung wechseln, unerwartet bremsen oder an unübersichtlichen Stellen zu schnell unterwegs sind. 

Solche Unfälle können Sie vermeiden, wenn Sie sich auch in die  anderen Verkehrsteilnehmenden versetzen und bremsbereit zu fahren. 

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Platz 6: Naturböden wie Böschungen oder Bodenwellen

Ist der Untergrund uneben oder steinig, führt das häufig zu Stürzen. Naturböden sind an rund 1200 Velounfällen pro Jahr beteiligt. 

Wählen Sie im Gelände eine angepasste Geschwindigkeit, die  Ihrem Fahrkönnen entspricht.  

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Platz 5: Witterung wie Glatteis, Regen und Schneebeläge

1300 Velounfälle pro Jahr sind witterungsbedingt. Velofahren de rutschen auf nassen, eisigen oder schneebedeckten Strassen aus. 

Fahren Sie bei schlechtem Wetter besonders vorsichtig. 

Mehr Information finden Sie unter: «Sicher mit dem Velo durch den Winter»

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Platz 4: Tiere wie Insekten oder Hunde

An etwa 1300 Unfällen jährlich sind Tiere beteiligt. Dabei denkt man wohl nicht in erster Linie an Insekten, aber immerhin 700 Mal im Jahr stechen Zecken oder Insekten während Veloausfahrten zu. 

Eine Velobrille und regelmässige Zeckenkontrollen nützen da viel. 

Auch Hunde oder Katzen sind oft etwas unberechenbar auf der Strasse.  Es lohnt sich, diese im Auge zu behalten. 

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Platz 3: Gleisanlagen wie Tramschienen oder Bahngeleise

Tram- und Bahngeleise sind besonders heimtückisch für  Velofahren de. In rund 1500 Fällen pro Jahr sind diese an einem Unfall beteiligt. Velofahren de bleiben beispielsweise beim  Überqueren der Schienen hängen oder rutschen auf nassen Gleisen aus. 

Überqueren Sie Geleise deshalb möglichst in einem rechten Winkel.

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Platz 2: Motorfahrzeuge wie Autos oder Lastwagen

Autos, Last- und Lieferwagen sind in rund 3400 Velounfälle pro Jahr involviert. Die  Unfallhergänge sind unterschiedlich: Autofahrende nehmen sich z.B. unerlaubt den Vortritt oder Velofahren de schliessen zu nah an Fahrzeuge auf und können bei einem abrupten Stopp nicht rechtzeitig bremsen. 

Vorausschauend Velofahren  hilft da auf jeden Fall. 

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Platz 1: Details im Strassenbau wie Trottoirs, Risse im Boden oder Kreisel

Die häufigsten Gefahrenquellen beim Velofahren  sind laut Statistik «Details im Strassenbau». Gemeint sind damit Trottoirs, Randsteine, Risse im Boden oder Kreisel. In rund 11 Prozent der Unfälle spielen sie eine wesentliche Rolle. Das macht im Schnitt fast 3600 Unfälle pro Jahr aus.

Fahren Sie möglichst vorausschauend und konzentriert, dann erkennen Sie  Gefahrenquellen  frühzeitig und verhindern so Unfälle.

Wissen Sie, wie Sie sicher mit dem Velo durch den Kreisel fahren? Schauen Sie den Film zum Velofahren in Kreiseln oder lesen Sie die  Infobroschüre: «Sicher durch den Kreisel».

Weitere Informationen

Auf der Velo-Seite der Suva finden Sie weitere Informationen und Tipps zum sicheren Velofahren.

Quelle: SSUV, NBUV inkl. UVAL, UVG insgesamt: Velounfälle nach kausal am Unfall beteiligten Gegenständen, Ø2013–2017.
Ein Unfall kann mehrere kausal beteiligte Gegenstände haben.

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