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Thomas M. Beck, Michael Eichin
25.09.2026

Swiss Trauma Society: Gemeinsam für die Traumaversorgung von morgen

Die Swiss Trauma Society (STS) vereint Traumatologie, Chirurgie, Orthopädie und Versicherungsmedizin. Sie fördert eine ganzheitliche Traumaversorgung von Prävention über Akutbehandlung und Rehabilitation bis zur Reintegration und stärkt den interdisziplinären Austausch entlang der gesamten Versorgungskette.

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Inhalt

Autorenschaft

Dr. med. Thomas M. Beck 
Chirurgie, Chefarzt, Stv. Klinikleiter Orthopädie & Traumatologie, Spitalzentrum Oberwallis, Co-Präsident STS

dipl. Arzt Michael Eichin 
Chirurgie, Teamleiter Versicherungsmedizin Suva, Co-Präsident STS

Potenzielle Interessenbindung

Die Autoren deklarieren darüber hinausgehend noch folgende wirtschaftliche oder persönliche Verbindungen:
☒ Keine

Ein Unfall ist mehr als nur ein medizinisches Ereignis. Vom ersten präventiven Ansatz über die Akutversorgung bis hin zur Rehabilitation und erfolgreichen Wiedereingliederung reicht heute die Verantwortung aller Beteiligten. Genau dieses ganzheitliche Verständnis vertritt die Swiss Trauma Society (STS). Als nationale Interessenvertretung vereint sie Fachpersonen aus Traumatologie, Orthopädie, Chirurgie und Versicherungsmedizin und fördert den Austausch entlang der gesamten Versorgungskette nach einem Unfall.   

Eine Fusion mit Signalwirkung 

Die heutige STS ist aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Swiss Trauma Society (STS) und der Schweizerischen Gesellschaft für Traumatologie und Versicherungsmedizin (SGTV) hervorgegangen. Die Fusion wurde von den Vorständen beider Organisationen gemeinsam initiiert, getragen und vorangetrieben. Ziel war es, die Kompetenzen der klinischen Traumatologie und der Versicherungsmedizin zu bündeln und die gesamte Versorgungskette nach einem Unfall stärker in den Fokus zu rücken.  

Ein sichtbares Zeichen dieser erfolgreichen Integration ist das im Rahmen der Fusion eingeführte Co-Präsidium mit einem Vertreter der Versicherungsmedizin und einem klinisch tätigen Traumatologen. Es steht für den integrativen Ansatz, der die Zusammenführung der beiden Organisationen geprägt hat. Unabhängig von der zukünftigen Führungsstruktur bleibt die ausgewogene Vertretung der beteiligten Disziplinen ein zentrales Anliegen der STS. Entsprechend ist die Repräsentation von Chirurgie, Orthopädie und Versicherungsmedizin im Vorstand statutarisch verankert.  

Traumatologie endet nicht im Operationssaal 

Moderne Traumaversorgung umfasst weit mehr als die operative Behandlung von Verletzungen. Von äusserster Wichtigkeit ist die Frage, wie Patientinnen und Patienten nach einem Unfall möglichst rasch und nachhaltig in ihr berufliches, familiäres und soziales Umfeld zurückkehren können.  

Die STS verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Ansatz welcher Prävention, Akutversorgung, Rehabilitation, versicherungsmedizinische Beurteilung, Forschung sowie Aus-, Weiter- und Fortbildung einschliesst.  

Gemeinsame Ziele mit Blick auf den Behandlungserfolg 

Besonders deutlich werden die Herausforderungen der modernen Traumaversorgung bei schweren Unfallverletzungen. Hier entscheidet oft nicht allein die Qualität der Akut­behandlung über das langfristige Ergebnis. Ebenso wichtig ist eine zielgerichtete Rehabilitation, eine realistische Einschätzung der funktionellen Einschränkungen sowie eine erfolgreiche berufliche und soziale Reintegration. 

Die STS fördert deshalb den Austausch zwischen Akutspitälern, Rehabilitationskliniken, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Forschenden, Versicherungsmedizinern und Versicherern. Ziel ist eine möglichst nahtlose und qualitativ hochwertige Betreuung von Unfallverletzten entlang der gesamten Versorgungskette.  

Interdisziplinarität als Erfolgsfaktor 

Die zunehmende Spezialisierung der Medizin macht den fachübergreifenden Austausch wichtiger denn je. Die STS versteht sich deshalb auch als Plattform, welche die unterschiedlichen Perspektiven zusammenführt und den Dialog zwischen Traumatologie, Orthopädie, Chirurgie, Rehabilitation, Wissenschaft und Versicherungsmedizin fördert.  

Die neue STS sieht ihre besonderen Stärken auch in der umfassenden Betrachtung des Unfallgeschehens entlang der gesamten Versorgungskette. Von der Prävention über die unfallchirurgische Behandlung bis hin zur Rehabilitation und Wiedereingliederung können alle relevanten Aspekte innerhalb einer Organisation diskutiert und weiterentwickelt werden. Dies schafft zudem auch ideale Voraussetzungen für zukünftige und gemeinsame fachübergreifende Projekte. Gleichzeitig lassen sich durch die Bündelung von Strukturen und Ressourcen Synergien nutzen, Doppelspurigkeiten vermeiden und Projekte effizienter umsetzen. 

Bieler Fortbildungstage: Wo sich die Schweizer Traumaszene trifft 

Ein Höhepunkt im Jahresprogramm der STS sind die Bieler Fortbildungstage (BFT), die gemeinsam mit Swiss Orthopaedics organisiert werden. Sie zählen zu den bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen der Schweizer Traumatologie und haben sich als fester Treffpunkt für Fachpersonen aus Klinik, Praxis, Rehabilitation und Versicherungsmedizin etabliert.  

Die Bieler Fortbildungstage verbinden wissenschaftliche Aktualität mit hohem Praxisbezug. Neben Vorträgen und Fallbesprechungen stehen insbesondere interaktive Formate und Hands-on-Workshops im Zentrum.  

Gemeinsam die Zukunft gestalten 

Mit der Fusion zur Swiss Trauma Society ist eine starke und zukunftsorientierte Interessenvertretung entstanden. Sie verbindet traumatologisches, rehabilitatives und versicherungsmedizinisches Know-how und fördert den Dialog entlang der gesamten Versorgungskette. 

Swiss Trauma Society (STS)

  • Nationale Interessenvertretung der Traumatologie und Versicherungsmedizin  
  • Förderung von Aus-, Weiter- und Fortbildung  
  • Fokus auf die gesamte Versorgungskette von Prävention bis Reintegration  
  • www.swiss-trauma-society.ch

Bieler Fortbildungstage (BFT) 

  • Wichtige traumatologische Fortbildungsveranstaltung der Schweiz  
  • Workshops, Fallbesprechungen und Networking  
  • bft.meister-concept.ch  

Korrespondenzadresse

Dr. med. Thomas M. Beck
Chefarzt, Stv. Klinikleiter Orthopädie & Traumatologie Spitalzentrum Oberwallis
dipl. Arzt Michael Eichin
Teamleiter Versicherungsmedizin Suva
Suva Zürich
Dreikönigstrasse 7
8002 Zürich

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