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Versicherungsmissbrauch ist egoistisch

Versicherungsmissbrauch verursacht Kosten in Millionenhöhe und gefährdet die Fairness im System. Wir decken Versicherungsmissbrauch auf und gehen gezielt dagegen vor. So schützen wir ehrliche Versicherte und stärken das Vertrauen in die Suva.

Inhalt

Kurz und bündig

Versicherungsmissbrauch belastet den Werkplatz und den Gesundheitsmarkt der Schweiz.

  • Versicherungsmissbrauch umfasst falsche Angaben oder gezielte Täuschung.
  • Bei Versicherungsmissbrauch erschleichen sich Personen unrechtmässige Leistungen.
  • Die Suva klärt Verdachtsfälle systematisch
  • Die Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch schützt ehrliche Versicherte.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie die Suva Versicherungsmissbrauch oder Versicherungsbetrug aufdeckt und dagegen vorgeht.

Was ist Versicherungsmissbrauch?

Versicherungsmissbrauch liegt vor, wenn Versicherte, versicherte Betriebe oder Leistungserbringende falsche Angaben machen oder Informationen verschweigen. Dadurch erhalten sie unberechtigte Leistungen wie Taggelder, Renten oder Kostenübernahmen. Zudem umgehen oder senken sie ihre Versicherungsprämien.

Was die Suva gegen Missbrauch unternimmt 

Die Suva bekämpft Versicherungsmissbrauch durch Prüfungen, Datenanalysen und Betriebsrevisionen; Detektive werden nur als letztes Mittel eingesetzt. Dadurch konnten 2025 rund 43,7 Millionen Franken eingespart werden. Zur Aufdeckung von Missbrauchsfällen nutzen wir verschiedene Ansätze:

Intelligentes FrühwarnsystemAutomatische Datenanalysen und Fallprognosen erkennen Unregelmässigkeiten und potenzielle Missbrauchsfälle.
Gezielte Prüfung durch FachpersonenWir führen Betriebsrevisionen durch und prüfen Verdachtsfälle individuell.
Letztes Mittel: DetektiveObservationen sind die Ausnahme. 2025 wurden zwei von 2067 Verdachtsfällen durch Detektive untersucht.

Kampf gegen Versicherungsbetrug 

Im Kampf gegen Versicherungsmissbrauch nutzen wir verschiedene Instrumente. Spezialistinnen und Spezialisten prüfen Verdachtsfälle sorgfältig. Mit Hilfe von Datenanalysen und Fallprognosen gehen wir systematisch gegen Missbrauch vor und erkennen Auffälligkeiten frühzeitig. Wir zahlen nur, wenn die Person nachweislich bei uns versichert ist und wir den Unfallablauf nachvollziehen können. Ausserdem führen wir regelmässig Betriebsrevisionen durch und schauen bei Auffälligkeiten genau hin. Wenn wir einen begründeten Verdacht haben, setzen wir als letztes Mittel Versicherungsdetektive ein.

Zahlen zum Versichermissbrauch 

Allein im Jahr 2025 haben wir durch zielgerichtetes Bekämpfen von Versicherungsmissbrauch 43,7 Millionen Franken eingespart. Dazu haben wir 2067 Fälle untersucht. Bei 671 abgeschlossenen Fällen hat sich unser Verdacht bestätigt.

Seit der Einführung der Missbrauchsbekämpfung 2007 haben wir über 347 Millionen Franken eingespart.

Versicherungsdetektive als letztes Mittel 

Wir nehmen die Privatsphäre unserer Versicherten sehr ernst und setzen nur als letztes Mittel Detektive zur Observation ein. Betroffen sind Fälle mit langfristigen Leistungen, bei denen wir einen konkreten Anfangsverdacht haben, den wir nicht anders klären können. 2025 haben wir zwei Observationen durchführen lassen.

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