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Warum das «Modell Suva» ein Gewinn für unsere Versicherten ist

Wir helfen Menschen und Unternehmen, Risiken für Unfälle und Berufskrankheiten zu mindern, bieten ihnen finanzielle Sicherheit und begleiten Betroffene zurück ins Leben. Das Zusammenspiel von Prävention, Rehabilitation und Versicherung ist in der Schweiz einzigartig. Es ist eine von vier Säulen des «Modells Suva».

Inhalt

Kurz und bündig

Das Modell Suva: vier Säulen, ein Prinzip. Seit 1918 steht die Suva für Gesundheitsschutz, Sicherheit und Stabilität.

  • Prävention, Versicherung und Rehabilitation unter einem Dach
  • partnerschaftlich geführt: Arbeitgeberorganisationen, Gewerkschaften und Bund entscheiden gemeinsam
  • nicht gewinnorientiert: Versicherte profitieren von Überschüssen in Form von tieferen Prämien
  • finanziell eigenständig: keine Steuergelder, keine Subventionen

Seit 2015 ist das Unfallrisiko am Arbeitsplatz in der Schweiz um 14 Prozent zurückgegangen. Rund die Hälfte aller Arbeitnehmenden in der Schweiz ist bei der Suva versichert.

«Modell Suva»: vier Säulen einfach erklärt

Seit 1918 funktioniert die Suva nach einem besonderen Prinzip: Vier Säulen stellen sicher, dass wir wirkungsvoll, stabil und fair arbeiten.

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Säule 1: alles unter einem Dach

Prävention, Versicherung und Rehabilitation greifen bei uns ineinander. Wir helfen mit, Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern. Wenn etwas passiert, übernehmen wir Heilkosten und Lohnersatz. Und wir begleiten Versicherte zurück in Alltag und Beruf. Diese Kombination ist einzigartig in der Schweiz.

Säule 2: sozialpartnerschaftliche Führung

Die Suva gehört ihren Versicherten und wird sozialpartnerschaftlich geführt. Was heisst das? Bei uns entscheiden Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften sowie Vertretende des Bundes gemeinsam. Sie bestimmen die Strategie und legen beispielsweise die Höhe der Prämien fest. Das bedeutet: Diejenigen, die Prämien zahlen, entscheiden auch mit. Die sozialpartnerschaftliche Führung ist die zweite Besonderheit, die die Suva ausmacht. 

 

Porträt Doris Bianchi
«Seit über 100 Jahren steht die Suva für Prävention, Unfallversicherung und Sozialpartnerschaft zum Wohle des Werkplatzes Schweiz.» Doris Bianchi, Bundesamt für Sozialversicherungen
Porträt Roland Müller
«Als Suva-Rat stehe ich für das Modell Suva ein. Dank Prävention, Versicherung und Rehabilitation kann die Suva umfassend helfen. Mit modernster Fallführung und eigenen Kliniken unterstützt sie aus einer Hand.» Roland A. Müller, Schweizerischer Arbeitgeberverband
Porträt Nico Lutz
«Wenn es die Suva nicht schon seit mehr als 100 Jahren gäbe, müsste man sie erfinden. Mitgetragen von den Sozialpartnern, dient sie den Versicherten und nicht privaten Aktionären.» Nico Lutz, Gewerkschaft Unia

Säule 3: nicht gewinnorientiert

Die Suva verfolgt keine Gewinnziele. Erwirtschaften wir Überschüsse, geben wir diese als tiefere Prämien an unsere Versicherten weiter. In den letzten Jahren haben unsere Kundinnen und Kunden insgesamt von Erstattungen in Milliardenhöhe profitiert.  

Säule 4: finanziell eigenständig

Die Suva erhält keine Steuergelder und keine Subventionen. Wir finanzieren uns ausschliesslich über Prämien und Kapitalerträge. Generationenübergreifende Stabilität und Verlässlichkeit für unsere Versicherten stehen für uns im Vordergrund. 

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Seit 2015 ist das Unfallrisiko am Arbeitsplatz in der Schweiz um 14 Prozent zurückgegangen.

Messbare Wirkung und Wertschöpfung

Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden. Aus den Fähigkeiten, dem Wissen und dem Einsatz unserer Mitarbeitenden verbunden mit moderner Technologie und finanzieller Stabilität entsteht konkreter Nutzen. Für Arbeitnehmende, Arbeitgebende und den Werkplatz Schweiz.

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Die Wirkung zeigt sich nicht nur in Statistiken, sondern vor allem in den Geschichten von Menschen, die vor Unfällen bewahrt werden, denen nach einem Unfall wirkungsvoll geholfen wird und die ihren Weg zurück ins Leben finden.

Für Arbeitnehmende

  • mehr Sicherheit am Arbeitsplatz durch gezielte Prävention
  • Vermindern vor Berufs- und Freizeitunfällen
  • finanzielle Absicherung nach Unfällen und bei Berufskrankheiten
  • Rehabilitation und persönliche Begleitung bei der Wiedereingliederung

Wer verunfallt, wird medizinisch gut versorgt und soll möglichst rasch wieder in Alltag und Beruf Fuss fassen. Genau darauf ist unser System ausgerichtet.

 

Porträt Daniel Lampart

Daniel Lampart, Schweizerischer Gewerkschaftsbund

«Die Suva ist für Arbeitnehmende lebenswichtig. Weil sie dazu beiträgt, dass es möglichst wenig Unfälle gibt. Weil sie Verunfallten hilft, gesund zu werden. Oder im schlimmsten Fall eine Rente zahlt.»

Für Arbeitgebende

  • weniger Ausfälle und Folgekosten dank wirksamer Prävention
  • raschere Rückkehr von Mitarbeitenden
  • planbare, stabile Prämien

Wenn Mitarbeitende gar nicht erst ausfallen oder nach einem Unfall schnell wieder arbeitsfähig sind, profitieren Unternehmen finanziell. Ausserdem bleiben Erfahrung, Wissen und Stabilität im Betrieb.

Porträt Chantal Brunner

Chantal Brunner, Arbeitgeberverband für Uhrmacherei und Mikrotechnik (APHM)

«Die Verbesserung der Arbeitssicherheit und die Gewährleistung der Gesundheit der Arbeitnehmenden sind wesentliche Elemente eines erfolgreichen Unternehmens und die Suva ist der beste Partner zur Realisierung dieser Ziele.»

Für den Werkplatz Schweiz

  • gesunde und leistungsfähige Arbeitnehmende
  • planbare, stabile Prämien für Unternehmen
  • Erhöhen der Sicherheit bei der Arbeit und in der Freizeit
  • keine Gelder aus der öffentlichen Hand
  • stabiles Sozialversicherungssystem

Ein erfolgreiches Unfallversicherungssystem stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Wenn Menschen sicher arbeiten und Prämien stabil bleiben, nützt das dem gesamten Werkplatz Schweiz. 

Der Nettoprämiensatz in der Berufsunfallversicherung wurde seit dem Höchstwert im Jahr 2006 um 38 Prozent gesenkt.

Fragen und Antworten zum Modell Suva

Mitbestimmung und Ausgewogenheit: Im Suva-Rat sind Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgeberverbänden (die die Prämien zahlen) und Gewerkschaften (Arbeitnehmenden, die versichert sind) sowie des Bundes. Dadurch ist sichergestellt, dass Entscheidungen – etwa über die Höhe der Prämien und Leistungen – fair sind und von beiden Seiten getragen werden. Es gibt kein einseitiges Diktat «von oben».

Die Suva ist zu 100 % finanziell eigenständig. Unsere Mittel stammen aus zwei Quellen: den Versicherungsprämien der Betriebe und den Erträgen aus unseren Kapitalanlagen. Diese Unabhängigkeit von Steuergeldern schützt das System vor politischen Budgetkürzungen und stellt generationenübergreifende Stabilität sicher.

Krankenkassen finanzieren ausschliesslich Heilkosten. Dabei fällt der demografische Effekt wie Alterung und Langzeitpflege bei chronischen Erkrankungen stark ins Gewicht.

Für eine Unfallversicherung hat das weniger Bedeutung, denn sie bezahlt Heilkosten im Zeitraum der Erwerbstätigkeit ihrer Versicherten. Zudem finanziert die Suva Taggelder, Invaliditäts- und Todesfallleistungen.

Die Grundlage für die vergleichsweise stabile Kostenentwicklung bei der Suva liegt einerseits in der Prävention und der konsequenten Wiedereingliederung verunfallter Personen ins Berufsleben. Andererseits ist die Suva nicht gewinnorientiert und gibt Überschüsse (z. B. aus Kapitalerträgen) als tiefere Prämien an ihre Versicherten weiter.

Dieses Zusammenspiel aus relativ stabilen Kosten, Prävention Wiedereingliederung und Erstattung von Überschüssen ermöglicht es, die Prämien tief zu halten.

Weil wir nicht gewinnorientiert arbeiten, dürfen wir keine Überschüsse horten. Wenn unsere Kapitalanlagen gut performen oder die Unfallkosten niedriger ausfallen als erwartet, geben wir diese Überschüsse weiter. Dies geschieht durch Erstattungen in Form von Prämienreduktionen. Davon haben unsere Kundinnen und Kunden in den letzten Jahren in Milliardenhöhe profitiert.

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