Neubau mit Gerüst.

Sichere Baustelle

  • Auf Schweizer Baustellen ereignen sich noch immer zu viele Unfälle: Allein im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe sind es über 50 000 im Jahr.
  • Für mehr Sicherheit und weniger Unfälle braucht es den Einsatz und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. 
  • Die lebenswichtigen Regeln für jede Berufsgruppe und die Sicherheits-Charta erhöhen die Sicherheit und den Gesundheitsschutz auf der Baustelle.

Unfallschwerpunkt Absturz

In der Schweiz geschehen im Bauhauptgewerbe jährlich 2000 Absturzunfälle. Diese haben durchschnittlich 100 Invaliditätsfälle und 7 Todesopfer zur Folge.

Es gilt der Grundsatz: Bei Absturzhöhen von mehr als 2 Meter sind Schutzmassnahmen zu treffen. Eine Ausnahme macht die Bauarbeiten-verordnung nur beim Arbeiten auf Dächern (Schutzmassnahmen ab 3 Meter Absturzhöhe erforderlich). Kollektive Schutzeinrichtungen wie Gerüste (z.B. im Hochbau die Fassadengerüstpflicht ab 3.0 Meter Absturzhöhe), Auffangnetze, Geländer, Hubarbeitsbühnen usw. haben Vorrang gegenüber dem Individualschutz (z. B. Anseilschutz).

Die Geschichte eines Verunfallten

«15 Minuten am falschen Ort gespart» und eine Unachtsamkeit führten zur Katastrophe: Ungesichert stürzte Werner Witschi durch ein Dach fast 6 Meter in die Tiefe. Heute lebt er im Rollstuhl. 

Die Filmepsioden zur Geschichte von Werner Witschi und weitere Informationen zum Thema Absturz finden Sie unter Absturz  .

In sechs Episoden erzählt Werner Witschi von seinem Arbeitsunfall und dem langen Weg zurück ins Leben.

So bleiben Sie sicher oben:

Arbeiten auf Dächern

Unfallschwerpunkt Baumaschinen

Bei Arbeiten mit Baumaschinen sind grosse Energien im Spiel. Baumaschinen sind in Bewegung und somit entsteht ein erhebliches Unfallrisiko für Mitarbeitende, die mit dem Gerät selber oder in dessen Gefahrenbereich arbeiten. Schwere Unfälle bestätigen dies. Jedes Jahr verunfallen rund 6 Mitarbeitende tödlich und 40 werden invalid.

Eine Häufung schwerer Arbeitsunfälle in den letzten Jahren wirft ein kritisches Licht auf Schnellwechseleinrichtungen an Baggern .

Sicherheits-Charta

Alle Akteure auf der Baustelle haben sich – unterstützt von der Suva – zusammengesetzt und einen neuen, unkonventionellen Ansatz in der Prävention erarbeitet: Planende, Bauausführende, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände haben mit der Sicherheits-Charta eine Vereinbarung unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich, ihren Beitrag für eine sichere Baustelle zu leisten. Werden lebenswichtige Regeln auf Baustellen nicht eingehalten gilt für alle «Stopp bei Gefahr – Gefahr beheben – weiterarbeiten».

Alle Infos zur Sicherheits-Charta unter www.sicherheits-charta.ch  


Handeln

Gemeinsam für mehr Sicherheit

Damit die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz auf einer Baustelle gewährleistet sind, braucht es ein optimales Zusammenwirken aller am Bau Beteiligten. Konkrete Informationen für einzelne Zielgruppen finden Sie hier:

Auswählen

Lebenswichtige Regeln

Das konsequente Einhalten der lebenswichtigen Regeln hilft, die Sicherheit auf Baustellen zu erhöhen.
Wenn Sie bei einem Verstoss gegen diese Regeln die Arbeit stoppen, die Gefahr beheben und erst dann weiterarbeiten, können Sie Leben retten. Informieren Sie sich als Arbeitnehmer und Vorgesetzter über die lebenswichtigen Regeln für Ihren Arbeitsbereich:

Wertvolle Sicherheitstipps und Instruktionsmaterial für die Präventionsarbeit im Unternehmen:

Mein Präventionsprogramm

Kontakt für Sicherheitsfragen auf Baustellen

Für allgemeine Fragen wenden Sie sich bitte an den Bereich Bau:

  • Suva, Bau
  • Rösslimattstrasse 39
    6005 Luzern

Informationen der Beratungsstelle für Arbeitssicherheit des SBV

Bei der Beratungsstelle für Arbeitssicherheit des Schweizerischen Baumeisterverbandes  finden Sie zusätzliches Informationsmaterial.

Material

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