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Skifahren & Snowboarden: Wie steht es um dein fahrerisches Können?

Je nachdem, wie sicher du auf den Ski oder dem Snowboard stehst, kannst du besser oder schlechter auf gefährliche Situationen reagieren. Aus diesem Grund ist die richtige Selbsteinschätzung wichtig. Wir erklären dir, welche Kräfte beim Wintersport auf deinen Körper einwirken und geben dir Tipps für eine sichere Fahrt.

Inhalt

Kurz und bündig

Wenn es beim Skifahren und Snowboarden zu einem Unfall kommt, ist oft ungenügendes fahrerisches Können im Spiel. Ein angepasster Fahrstil ist deshalb eine wichtige Voraussetzung, damit der Ausflug in die winterlichen Berge nicht im Rettungsschlitten endet.

Um zu verstehen, welchen körperlichen Belastungen Fahrerinnen und Fahrer auf der Piste ausgesetzt sind, erklären wir dir auf dieser Seite:

  • was die G-Kräfte sind und wie sie sich bei einem offensiveren Fahrverhalten verändern
  • wie der Skiradius definiert wird
  • wie die verschiedenen Elemente zusammenspielen und wie sie sich auf deinen Körper auswirken

Ergänzend dazu geben wir dir Tipps für unfallfreie Tage im Schnee.

Im Zentrum steht das Fahrverhalten

Wann es beim Skifahren und Snowboarden zu einem Unfall kommt, kann das von vielen Faktoren abhängig sein. Angefangen beim Wetter über die Ausrüstung bis hin zur persönlichen Konstitution. Zentral ist jedoch stets dein Fahrverhalten, das du nicht nur den äusseren Gegebenheiten, sondern auch deinem Können anpassen solltest.

G-Kräfte

Als G-Kräfte werden Belastungen genannt, die auf einen Gegenstand oder den menschlichen Körper einwirken. Wie sich diese Kräfte anfühlen, vermittelt dir unter anderem eine Achterbahnfahrt. Aber auch beim Skifahren und Snowboarden ist dein Körper den G-Kräften ausgesetzt. Wenn du die Regler der Infografik bewegst, sieht du, wie sich die körperliche Belastung je nach Geschwindigkeit, Bremsmanöver und Kurvenradius verändert.

Skiradius 

Der Radius wird wie folgt definiert: Man stellt einen Ski auf die Kante, lässt ihn gleiten und misst, wie gross die Kurve ist, die er fahren kann. Ist ein Ski stärker tailliert, kannst du mit ihm engere Kurven mit engeren Radien fahren. So etwa ist ein Slalom-Ski auf deutlich engere Kurven ausgelegt als etwa ein Riesenslalom-Ski. 

Was bedeutet das konkret?

  • Kleinere Radien im Bereich von elf Metern animieren zum Fahren von kurzen und engen Kurven.
  • Mittlere Radien im Bereich von fünfzehn Metern animieren zu mittleren Schwüngen.
  • Grosse Radien ab siebzehn Metern unterstützen eher lange Schwünge.

Beachte, dass kleinere Radien zu einer erhöhten Belastung deines Körpers führen.

Wenn du regelmässig deine Rumpf- und Beinmuskulatur trainierst, bist du für die Belastungen auf der Piste gewappnet. Mit unserem Test kannst du deine Fitness überprüfen. Je nach Resultat bringst du dich mit unseren Übungen in Form.

Unfallfrei durch die Wintersportsaison

Auf den Pisten treffen Menschen von den Grünschnäbeln bis zu den Senioren und von den jungen Cracks bis zu den unsicheren Skifahrerinnen aufeinander. Das verlangt von allen Rücksichtnahme. Wer zudem die Risikofaktoren kennt und sich an ein paar Regeln hält, taucht nicht in der Unfallstatistik auf.

Risikofaktoren 

Wusstest du, dass neunzig Prozent aller Schneesportunfälle selbstverursacht sind? Umso wichtiger ist es, dass du die Risikofaktoren kennst. Ausserdem sollte dir bewusst sein, dass die Chance für einen Unfall steigt, sobald mehrere Faktoren zusammenkommen. 

Das sind die grössten Unfallverursacher:

  • ungenügendes Gefahrenbewusstsein
  • überhöhte Fahrgeschwindigkeit
  • unzureichende Fitness
  • körperliche Ermüdung
  • mangelhaftes fahrerisches Können
  • eingeschränkter physiologischer Zustand – etwa durch eine starke Erkältung
  • fehlende Schutzausrüstung
  • falsch eingestellte Skibindungen

Nicht zu unterschätzen sind die Pistenraumgestaltung, die Snowparks und natürlich das Wetter.

Tipps gegen Skiunfälle

Die meisten Unfälle passieren kurz vor dem Mittag sowie gegen Abend, wenn die Konzentration und die Muskelkraft nachlassen. Wenn du deine Kräfte klug einteilst und es am späteren Nachmittag etwas gemütlicher nimmst, kommst du heil im Tal an.

Das sind unsere Tipps für einen sicheren Wintersport-Ausflug:

  • Auf der Piste 
    Passe deinen Fahrstil an die Bedingungen und dein fahrerisches Können an deine Fitness an. Mit der Slope Track App misst du, wie schnell du unterwegs bist und wie stark dein Körper belastet wird.
  • Tempo ermüdet 
    Je schneller du fährst und je enger du carvst, desto grösser ist die körperliche Belastung. Logischerweise wirst du dann auch schneller müde und bist anfälliger für Unfälle.
  • Pausen und Essen 
    Mach ab und zu eine Pause und tanke neue Kraft, indem du dir ein warmes Essen gönnst. So vermeidest du leere Energiespeicher – nicht umsonst passieren die meisten Unfälle vor der Mittagspause oder auf der letzten Abfahrt.

Tempo und Reaktionsweg

Viele Unfälle passieren, weil Schneesportlerinnen und -sportler das Tempo unterschätzen und sich selber überschätzen. Wenn du anderen rechtzeitig ausweichen und Kollisionen vermeiden willst, musst du den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktions- und Ausweichweg kennen.

Bei 50 km/h beträgt dein Reaktionsweg runde zwölf Meter. Wenn es zu einer Kollision kommt, sind die Folgen fatal: Ein Zusammenstoss auf der Piste mit 50 km/h entspricht dem Aufprall nach einem Absturz aus rund zehn Metern Höhe.

Weitere Beispiele:

Tempo Reaktionsweg ca.
 20 km/h  5 m

 30 km/h

 7 m
 40 km/h  10 m
 50 km/h  12 m
 60 km/h  15 m
 70 km/h  17 m
 80 km/h  20 m

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