Wie bei der Durchführung Ihrer Instruktion der Funke überspringt
Ob eine betriebliche Instruktion nachhaltig wirkt, hängt massgeblich davon ab, wie Sie Ihr Gegenüber erreichen. Die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem «Publikum» ist somit zentral für einen fruchtbaren Wissenstransfer. Hier erfahren Sie, wie Sie die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmenden geniessen.
Inhalt
Kurz und bündig
Der beste Instruktion nützt nichts, wenn nicht auf die Zielgruppe eingegangen wird. Nur wenn der Austausch auf Augenhöhe stattfindet, wird das Interesse geweckt und der Stoff nachhaltig verankert.
Wenn Sie eine Mitarbeiterschulung durchführen:
- geben Sie klare Lernziele vor
- bauen Sie die Inhalte nachvollziehbar auf und kommunizieren Sie in einer verständlichen Sprache
- ziehen Sie die Teilnehmenden aktiv mit ein
Tipps aus der Praxis für eine erfolgreiche Durchführung
Dialog statt Monolog und der direkte Bezug zum Arbeitsalltag sind wichtige Pfeiler bei der Durchführung. Weitere Aspekte, wie Sie Ihre Instruktion erfolgreich durchführen, erläutert David Löhmann, Sicherheitsingenieur bei V-ZUG, in diesem Kurzvideo.
So gelingt die Durchführung Ihrer Instruktion
Klare Zielsetzung
- Erklären Sie zu Beginn das Lernziel. Indem Sie Ihre Erwartungen klar kommunizieren, machen Sie deutlich, wo Sinn und Nutzen Ihrer Instruktion liegen.
- Sobald Mitarbeitende verstehen, dass die Schulung dazu dient, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, die Sicherheit zu erhöhen oder die Effizienz zu verbessern, steigert das ihr Interesse. Dies erhöht die Motivation zur aktiven Teilnahme während der Instruktion.
- All das trägt dazu bei, dass eine betriebliche Instruktion keine reine Formalität ist, sondern eine wertvolle Unterstützung für den Arbeitsalltag bietet.
Struktur und Reihenfolge
Eine klare Struktur hilft, auch komplexe Themen verständlich zu vermitteln.
- Teilen Sie die Instruktion in logische Abschnitte oder Schritte auf.
- Beginnen Sie mit dem notwendigen Grundlagenwissen, bevor Sie komplexere Inhalte behandeln. Baue Sie dabei auf dem Vorwissen der Teilnehmenden auf.
- Halten Sie sich an eine klare Abfolge: Erklärung → Demonstration → Anwendung.
Anschaulichkeit und Verständlichkeit
- Wenn Sie den Stoff mit Praxisbeispielen, Bildern oder einfachen Vergleichen nachvollziehbar gestalten, bleibt er besser in den Köpfen haften.
- Zeigen Sie, wie die instruierten Themen in der Praxis angewendet werden.
- Mit Vergleichen oder Metaphern machen Sie abstrakte Inhalte greifbarer.
- Achten Sie auf eine ebenso einfache wie präzise Sprache.
Interaktivität
- Beziehen Sie die Teilnehmenden aktiv ein. Deren Vorwissen und Erfahrungen bereichern die Arbeitsinstruktion.
- Öffnen Sie den Raum für Fragen und Diskussionen, und stellen Sie Ihrerseits Fragen, um allfällige Verständnisfehler aufzuklären oder weiteren Input nachzuliefern.
- Geben Sie Ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, bestimmte Vorgehensweisen aktiv zu üben. Dies kann mittels praktischen Aufgaben oder Simulationen geschehen.
- Fragen Sie zwischendurch nach, ob das Tempo passt.
Feedback und Kontrolle
- Mit eingestreuten Zwischenfragen, kurzen Tests oder Aufforderungen, spezifische Handgriffe zu demonstrieren, können Sie während Ihrer Instruktion feststellen, ob der Inhalt verstanden wurde.
- Geben Sie ein konstruktives Feedback, indem Sie Fortschritte loben und Missverständnisse aufbauend korrigieren.
- Ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden, Fehler als Chance zu sehen und aus ihnen zu lernen.
Reflexion
- Wurden die Lernziele erreicht? Zur Kontrolle eignet sich z.B. ein kurzer schriftlicher Test.
- Stimmen die Lernziele mit dem überein, was gelernt oder tatsächlich umgesetzt wurde?
- Wurde der Inhalt verstanden?
- Wird das Gelernte in der Praxis angewendet?
- Waren alle Schritte nachvollziehbar? Nutzen Sie dazu die Rückmeldungen der Teilnehmenden.
- Gespräche und Evaluationen eignen sich gut, um Rückmeldungen zu erhalten, so etwa mittels einer einfachen Onlinebefragung.
- Durch anonyme Umfragen fördern Sie ein ehrliches Feedback.
Ein paar Beispiele für Fragen, die Sie stellen können:
- Was war besonders hilfreich?
- War etwas unklar oder zu schwierig?
- Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?
- Machen Sie sich unmittelbar nach der betrieblichen Instruktion Notizen. So haben Sie alles noch im Gedächtnis.
- Merken Sie an, welche Momente gut liefen, aber auch, welche unerwartet schwierig und zäh waren und korrigiert werden müssen.
Wo Verbesserungspotential liegt, finden Sie auch heraus, indem Sie sich fragen:
- Hat die Instruktion als Ganzes funktioniert?
- War der Ablauf klar?
- Habe ich alle Fragen ausreichend beantwortet?
- War die Zeit gut bemessen?
- Waren die Anwesenden aufmerksam und interessiert?
Ideen und Links für die Durchführung
- Lassen Sie sich während der Instruktion filmen oder von jemandem beobachten.
- Um das Thema Kommunikation zu vertiefen, empfehlen wir Ihnen die Videoserie Prävention im Betrieb wirkungsvoll umsetzen.
- Die folgenden Videos zeigen, wie eine Instruktion in der Praxis stattfinden könnte.