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Sicher Arbeiten mit Elektrizität

Selbst erfahrene Profis und Elektrofachleute unterschätzen immer wieder die Risiken der Elektrizität. Ein Grund dafür ist der besondere Charakter der Gefahr: Strom ist unsichtbar und geruchlos. Was ausserhalb unserer Sinneswahrnehmung liegt, können wir nur schwer einschätzen. Lebenswichtige Regeln sind daher umso wichtiger.

Inhalt

Kurz und bündig

Als Elektrofachkraft verlieren Sie jedes Jahr 1 bis 2 Berufskolleginnen oder -kollegen wegen eines Elektrounfalls. 430 Elektrofachleute im Jahr werden Opfer eines Unfalls, 50 davon erleiden schwerste Verletzungen.

  • Ihr Risiko, bei einem Elektrounfall zu sterben, ist deutlich höher als bei anderen Unfällen.
  • Ein Grossteil der Unfälle geschieht im Niederspannungsbereich bis 1000 Volt. Nur 10 Prozent der Unfälle geschehen im Hochspannungsbereich: Diese sind jedoch gravierender und enden oft tödlich.
  • Schützen Sie sich und andere, indem Sie die «5 + 5 lebenswichtigen Regeln im Umgang mit Elektrizität» einhalten.
  • Arbeiten an Freileitungen sind besonders riskant: Hier besteht absolut kein Freiraum für Improvisation.

Empfehlenswerte Lektüre: der ESTI-Bericht zur Unfallstatistik

mit Beispielen.

Elektrizität: Geruchlos, unsichtbar, tödlich

Die Infografik wirft ein Schlaglicht auf die Anzahl beruflicher Unfälle im Zusammenhang mit Elektrizität: Bei Installationen, Wartungen und Reparaturen gibt es pro Jahr 600 Berufsunfälle wegen Stromschlägen. 20 davon sind schwere Unfälle, ausserdem gibt es pro Jahr 1 bis 2 Tote. Quelle: Suva, Berufsunfälle der Suva-Versicherten (2018–2021) / schwere Unfälle = Unfälle mit mindestens 3 Monaten Arbeitsausfall
Die Infografik erklärt: 90% der Unfälle passieren bei Spannungen bis 1000 Volt, 10% der Unfälle bei der Arbeit mit Hochspannung. Stromschläge verursachen Verbrennungen, Thrombosen, Herzstillstand, Abstürze etc. Quelle: Esti, Unfallstatistik (2010–2019)

Aus Unfallbeispielen lernen

Um die lebenswichtigen Regeln zu entwickeln, haben wir unzählige Unfälle analysiert, die sich beim Arbeiten an elektrischen Anlagen ereignet haben. Die folgenden Unfallbeispiele veranschaulichen die Gefahren und unterstreichen die Bedeutung der Regeln, um die Risiken im Griff zu behalten.

Gesetzliche Grundlagen, Aufsicht und Meldepflicht

Elektrizitätsgesetz

Das Elektrizitätsgesetz (EleG

) regelt die Erstellung und den Betrieb von elektri­schen Schwach- und Starkstromanlagen, um ihren sicheren Betrieb zu gewährleisten. Auf dieser rechtlichen Grundlage wurden die für Ihre Branche relevanten Verordnungen erlassen, insbesondere:

  • Starkstromverordnung
  • Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV)
  • Verordnung über das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI-Verordnung)

Meldepflicht bei Unfällen mit Elektrizität

Nach Art. 16

der Starkstromverordnung muss Ihr Unternehmen jeden Unfall mit Elektrizität, bei dem Personen verletzt oder erhebliche Sachschäden verursacht werden, unverzüglich dem ESTI melden
.

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Präventionsmodule

Bevor Sie die 5 + 5 lebenswichtigen Regeln in Ihrem Betrieb einführen können, müssen Sie Ihre Mitarbeitenden entsprechend instruieren. Unsere Präventionsmodule unterstützen Sie dabei mit Unterlagen, Material und Instruktionshilfen. 

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