•	Hygiene auf dem Bau: Waschmöglichkeiten und milde Reinigungsmittel verfügbar machen.

Epoxidharz gefährdet die Haut

  • Die Haut darf niemals mit klebrigem Epoxidharz in Kontakt kommen!
  • Der Kontakt mit Epoxidharz kann Hautkrankheiten verursachen.
  • Arbeitgeber sorgen für einen adäquaten Hautschutz ihrer Mitarbeitenden.
  • Guten Schutz bieten korrekt passende Handschuhe und Langarmkleidung.
  • Hygiene auf dem Bau: Waschmöglichkeiten und milde Reinigungsmittel verfügbar machen.

Im Umgang mit Epoxidharz ist Hautschutz wichtig

Sie als Arbeitgeber sorgen dafür, dass Ihre Mitarbeitenden vor einem Hautkontakt mit Epoxidharzen geschützt sind. Sie sind gesetzlich verpflichtet, Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Schutzmassnahmen einzuführen.

  • Kontrollieren Sie auf den Baustellen, dass Ihre Mitarbeitenden die Massnahmen und Regeln einhalten.
  • Instruieren Sie neue Mitarbeitende über die erforderlichen Massnahmen im Umgang mit Epoxidharzen.
Massnahmen zur Verhütung von Berufskrankheiten treffen:
Ihre Mitarbeitenden sind im Gegenzug verpflichtet:

Schutzmassnahmen sind günstiger als Krankheitsfälle

Hautprobleme verursacht durch Epoxidharz können zu einer chronischen Erkrankung und sogar zu ständigen Atembeschwerden führen. Kranke Mitarbeitende fehlen in der Folge am Arbeitsplatz und verursachen Ihnen hohe Ausfallkosten. Dagegen stehen Investition in den passenden Hautschutz für Mitarbeitende in keinem Verhältnis.

Hautirritationen entstehen oft im Kontakt mit Härter. Sie können sich zu Ekzemen entwickeln. Im Kontakt mit Epoxidharz treten grossflächige Hautausschläge an Armen, Hals, Händen und Gesicht auf. Einmal erkrankte Personen, die nach Abheilen der Hautirritation erneut in Kontakt mit Epoxidharz kommen (selbst bei geringer Konzentration), reagieren meist heftig mit stark juckenden Hautausschlägen. In all diesen Fällen muss ein Arzt aufgesucht werden.

Guter Schutz mit Handschuhen

Vermeiden Sie den Hautkontakt mit Epoxidharzen, wenn sie klebrig sind. Der einfachste Schutz für die Haut ist das Tragen geeigneter Handschuhe und Langarmkleidung. Dieser Schutz kann durch weitere arbeitstechnische Massnahmen und einer guten Hygiene unterstützt werden.

Für den Umgang mit Epoxidharzen empfehlen wir Handschuhe aus Nitril. (Die Farbe spielt dabei keine Rolle).

Für den Umgang mit Epoxidharzen empfehlen wir Handschuhe aus Nitril. (Die Farbe spielt dabei keine Rolle).
Für den Umgang mit Epoxidharzen empfehlen wir Handschuhe aus Nitril. (Die Farbe spielt dabei keine Rolle).
Für den Umgang mit Epoxidharzen empfehlen wir Handschuhe aus Nitril. (Die Farbe spielt dabei keine Rolle).

So ziehen Sie verschmutzte Handschuhe richtig aus

Wenn Epoxide und Härter gemischt werden.

Begleitende Massnahme: Sorgen Sie für einen Mischer mit niedriger Geschwindigkeit. Das verhindert Spritzer.

Wenn Epoxide und Härter gemischt werden.
Beim Auftragen von Epoxidharz.

Begleitende Massnahme: Stellen Sie Werkzeuge mit langen Stielen bereit. Die Distanz zum klebrigen Epoxidharz verhindert eine ungewollte Kontamination.

Beim Auftragen von Epoxidharz.
Beim Reinigen der Werkzeuge.

Auch hier muss der Hautkontakt mit klebrigem Epoxidharz vermieden werden.

Beim Reinigen der Werkzeuge.
Wenn Abfall entsorgt wird.

Bei sperrigem Abfall besteht die Gefahr von Hautkontakt.

Wenn Abfall entsorgt wird.

Welcher Handschuh passt?

Stellen Sie sicher, dass die passenden Handschuhe am Arbeitsplatz verfügbar und in einwandfreiem Zustand sind. Auch die Grösse der Handschuhe ist entscheidend. Nur so können Ihre Mitarbeitenden die Arbeiten richtig ausführen.

Tipp: Bei Arbeiten ohne mechanische Einflüsse können Einweg-Nitrilhandschuhe verwendet werden.

Handschuhe blau
Einweghandschuhe aus Nitril mit Chemikalienresistenz

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Schablone zum Bestimmen der Grösse von Handschuhen
Die richtige Grösse ist entscheidend

Die Handschuhe müssen passen und eng an der Haut anliegen. An den Fingerspitzen darf es keine Hohlräume geben.

Hier finden Sie eine Schablone  zum Bestimmen der richtigen Grösse. Drucken Sie diese auf einem A4-Blatt aus und halten Sie Ihre Hand darauf.

  • Etiketten von Epoxidharzen lesen: Es ist wichtig, dass Ihre Mitarbeitenden die Gefahren-Piktogramme kennen. Nur so können sie die nötigen Schutzmassnahmen treffen.
Etiketten von Epoxidharzen
Etiketten von Epoxidharzen
  • Werkzeuge zum Auftragen von Epoxidharz (z. B. Bürsten) müssen in verschliessbaren Behältern aufbewahrt werden. Dies verhindert einen versehentlichen Hautkontakt mit einem Lösemittel. 
  • Sorgen Sie dafür, dass Abfall (z. B. verschmutzte Handschuhe, Klebebandreste, schmutzige Lumpen usw.) in dafür vorgesehenen Müllsäcken oder Behältern entsorgt wird. Die Behältnisse müssen für den Transport geschlossen sein.
Abfall richtig entsorgen
Abfall richtig entsorgen
  • Überprüfen Sie auf Baustellen, dass die Entsorgung von solchen Abfällen (wie oben bezeichnet) vorschriftsgemäss erfolgt.
  • Hände nach der Arbeit immer waschen.
  • Schmutzige Arbeitskleidung wechseln und Putzlappen entsorgen.
  • Verwenden Sie niemals Lösungsmittel zur Reinigung Ihrer Hände.
  • Vermeiden Sie auch Mikroperlenseife und Bürsten. Durch Scheuern kann die schädliche Wirkung gefährlicher Stoffe auf die Haut verstärkt werden. Milde Hautreinigungsmittel wirken auch bei starker Verschmutzung und greifen die Haut nicht an.
  • Anschliessend verwenden Sie eine pflegende Handcreme.

Beruflich bedingte Hautkrankheiten sind weit verbreitet – so können sie vermieden werden:

Hautschutz

2Hände  
Informationen zu berufsbedingten Hautkrankheiten und zum Hautschutz 

Kontakt

  • Suva, Chemie
  • Fluhmattstrasse 1
    6004 Luzern