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Belastungen abbauen und Ressourcen aufbauen

Stress entsteht, wenn die Belastungen grösser sind als die eigenen Ressourcen. Längere Stressphasen ohne genügend Erholung machen krank und erhöhen die Unfallgefahr. Erfahren Sie hier, wie Sie Stress-Symptome erkennen, die Belastungen reduzieren, die Ressourcen aufbauen und sodie Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden schützen.

Inhalt

      Kurz und bündig

      Schätzungen weisen darauf hin, dass rund jeder 5. Unfall auf arbeitsbedingten Stress zurückzuführen ist. Die Ursachen sind Zeitdruck, Ablenkung, Multitasking und Müdigkeit. Mit diesen Massnahmen reduzieren Sie Belastungen und stärken Ihre Ressourcen:

      Mit diesen Massnahmen reduzieren Sie Belastungen und stärken Ihre Ressourcen:

      • Verringern Sie die Stressfaktoren und senken Sie das Unfallrisiko. 
      • Achten Sie auf Stress-Symptome wie Überforderung, Übermüdung und Konzentrationsmangel. 
      • Gönnen Sie sich nach einer Stressphase die nötige Erholung.

      Auswirkungen von Belastungen am Arbeitsplatz

      Die Infografik zeigt einen sichtlich gestressten und überforderten Mann an seinem Büroarbeitsplatz. Bei jeder 3. Person überwiegen am Arbeitsplatz die Belastungen. Es gibt sogar ein 1.5-faches Unfallrisiko wegen Stress, z. B. durch arbeitsorganisatorische Probleme, qualitative Überforderung, Stress mit Vorgesetzten, Stress mit Arbeitskolleginnen und -kollegen, arbeitsbezogene Unsicherheit und Zeitdruck.  Quelle: Job-Stress-Index 2022, Gesundheitsförderung Schweiz

      Ressourcen am Arbeitsplatz stärken

      Die Infografik zeigt ein Sitzungszimmer mit mehreren Personen. Eine Frau präsentiert gerade auf einem Flipchart die vier Massnahmen, welche die persönlichen Ressourcen der Mitarbeitenden stärken: Handlungsspielraum, Wertschätzung, ganzheitliche Tätigkeiten sowie unterstützende Vorgesetzte.  Quelle: Job-Stress-Index 2022, Gesundheitsförderung Schweiz

      Im Rahmen der Gesundheit versteht man unter Ressourcen gesunderhaltende Kräfte. Diese helfen in vielen Belastungssituationen bei der erfolgreichen Bewältigung und haben dadurch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Dabei wird zwischen externen und internen Ressourcen unterschieden. 

      Externe Ressourcen beziehen sich auf die materiellen, sozialen, kulturellen oder institutionellen Bedingungen und Unterstützungssysteme in der Umwelt einer Person, die ihr psychisches Wohlbefinden und ihre Bewältigungsfähigkeiten beeinflussen können

      Zu den externen Ressourcen zählen beispielsweise soziale Netzwerke und Unterstützung, die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln oder auch kulturelle Regeln und Überzeugungen.

      Interne Ressourcen beziehen sich auf persönliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Merkmale einer Person, die ihr psychisches Wohlbefinden und ihre Bewältigungsfähigkeiten beeinflussen können

      Bei den internen Ressourcen geht es um psychische Eigenschaften und Kompetenzen sowie körperliche Merkmale. Dazu zählen Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Optimismus und Intelligenz, aber auch das Immunsystem, das Körpergefühl und die körperliche Fitness.

      Umgang mit Stress entlang des Stressprozesses

      Was ist ein Stressprozess?

      Täglich werden wir mit verschiedenen Belastungen (sogenannten Stressoren) konfrontiert, die wir jeweils bewerten. Dabei bewerten wir nicht nur die Belastung, sondern auch die zur Verfügung stehenden Ressourcen. So kann die Situation als irrelevant, angenehm-positiv oder stressbezogen bewertet werden. Überwiegen die Belastungen kann Stress entstehen; überwiegen die Ressourcen entsteht wahrscheinlich kein Stress.  

      Oftmals laufen diese Bewertungen völlig automatisch und unbewusst ab. Aus diesem Grund hilft es, sich bewusster mit den eigenen Stressreaktionen auseinanderzusetzen und so den Zugang zu den eigenen Bewertungen zu finden. Auf diese Weise kann entlang des Stressprozesses bei jedem Faktor (s. Abb.) angesetzt werden, um den Umgang mit Stress zu verbessern.

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      Massnahmen zur Stressreduktion

      • Reduzieren oder eliminieren Sie Belastungen und Stressoren.Dazu zählen Zeitdruck, Multitasking und eine schlechte Arbeitsorganisation. Zudem sollten Sie lernen, bewusst «Nein» zu sagen.
      • Stärken Sie Ihre persönlichen Ressourcen. Dies, indem Sie beispielsweise besser kommunizieren, Ihre Stärken besser kennenlernen, gute Beziehungen fördern und Dankbarkeit für Ihr Arbeitsleben entwickeln.
      • Lernen Sie, Stresssituationen und eigene Möglichkeiten neu zu beurteilen. Dabei helfen Leitsätze wie etwa «Du musst nicht perfekt sein» oder «Finde das Gute im Schlechten».
      • Achten Sie auf Stress-Symptome und bauen Sie diese bewusste ab. Dies erreichen Sie, indem Sie beispielsweise erholsame Pausen entwickeln, Bewegung in den Alltag integrieren oder auch entspannende Atemübungen machen.

      Mit den Angeboten von StressNoStress  erhalten Vorgesetzte Tipps, um Stress im Betrieb vorzubeugen oder ihn zu reduzieren. Der dort angebotene Online-Check  hilft Ihnen, den eigenen Stress einzuschätzen.

      Hilfsmittel für einen achtsamen Umgang mit Stress

      Im benefit-Artikel vom März 2022 zum Thema «Stress am Arbeitsplatz» (Seite 14) zeigen wir auf, welche Auslöser für Stress verantwortlich sein können, welche Folgen ein andauernder Stresszustand haben kann und welche Massnahmen Ihr Betrieb treffen sollte, um Stress abzubauen.

      Wie sehr sich Stressoren auf die Sicherheit auswirken, erläutern wir auch auf unserer Seite Stress am Arbeitsplatz erhöht das Unfallrisiko.

      Neue Ansätze für den Umgang mit Belastungen

      Um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten oder gar zu verbessern, gehen Unternehmen neue Wege. So etwa durch die Einführung einer «Powertime». Diese ermöglicht eine Reduzierung des Zeitdrucks und der ständigen Arbeitsunterbrüche. So konnte der Stress reduziert und somit die Wort-Life-Balance verbessert werden. Eine Erfolgsgeschichte im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements BGM.

      Entspannteres Arbeiten dank «Powertime»

      Entspannteres Arbeiten dank «Powertime»

      Um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu verbessern, führte Mathias Fröhlich in seinem Unternehmen die «Powertime» ein.
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